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Wolfgang Glaner und Olaf Claus (beide SPD) hatten Kontakt zur Stasi : Kreistag: Bericht zu Stasi-Kontakten

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Jetzt steht es fest: Neben Michael Heinze (Die Linke) haben auch die SPD-Fraktionsmitglieder Olaf Claus und Wolfgang Glaner Kontakte zur Staatssicherheit in der ehemaligen DDR gehabt.

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erstellt am 01.Jul.2011 | 09:05 Uhr

Grevesmühlen | Jetzt steht es fest: Neben Michael Heinze (Die Linke) haben auch die SPD-Fraktionsmitglieder Olaf Claus und Wolfgang Glaner Kontakte zur Staatssicherheit in der ehemaligen DDR gehabt. Während der letzten Kreistagssitzung in dieser Wahlperiode wurde vom Kreistagspräsidenten Klaus Becker der Bericht "über die Ergebnisse der Überprüfung der Kreistagsmitglieder auf hauptamtliche oder inoffizielle Tätigkeit" verlesen. Einige Politiker hatten diesen Tagesordnungspunkt mit Spannung erwartet. "Es gibt zu drei Kreistagsmitgliedern Hinweise auf Verbindungen zur Staatssicherheit der DDR. Alle drei wurden darüber informiert und konnten Akteneinsicht nehmen", sagte Klaus Becker. Claus, Glaner und Heinze hatten im Voraus ihr Einverständnis der öffentlichen Bekanntgabe während der Kreistagssitzung gegeben, so Klaus Becker.

Während Michael Heinzes Kontakte zur Stasi unweit bekannt waren (wir berichteten), ergab der Bericht, dass zu Boltenhagens Bürgermeister Olaf Claus (SPD) eine IM-Vorlaufkarte angelegt worden war. Claus hatte als Unteroffizier seinen "Dienst auf Zeit" geleistet, die heute mit der Wehrpflicht gleichzusetzen ist. 1977 war Claus bei der "Wach- und Sicherungseinheit" in Rostock stationiert. Diese Einheit war dem Ministerium für Staatssicherheit (MfS) unterstellt, deshalb galt Olaf Claus als hauptamtlicher Mitarbeiter der Stasi. Unter einem vorläufigen Decknamen wurde eine IM-Vorlaufkarte angelegt - mit Blick auf weitere Tätigkeiten für die Stasi. Doch der Vorlauf wurde im Oktober 1985 mit der Begründung der Nichteignung wieder eingestellt.

Wolfgang Glaner (SPD) hatte ebenfalls Kontakt zur Staatssicherheit. Unter dem Decknamen "Paul" war Wolfgang Glaner zu DDR-Zeiten mehrmals in den Westen gereist. "Unter hoher psychologischer Belastung habe ich Reisen nicht nur in den Westen unternommen, sondern auch in den Osten, um Technologien in die DDR einzuführen", sagte Wolfgang Glaner.

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