Kreisreform der Parteien stockt noch

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15. Februar 2010, 05:51 Uhr

Bützow/Güstrow | Im Zuge der geplanten Kreisgebietsreform kommen die Parteien um eine Fusion ihrer Kreisverbände nicht herum. Bislang ist das in Reihen von CDU, SPD, und FDP aber kaum oder gar kein Thema. Einzig die Linke führte bereits "intensive" Gespräche mit den Nachbarn. "Seit etwa zwei Jahren", sagt Linke-Kreischefin Karin Schmidt. Man habe bereits mit beiden Kreisverbänden - Bad Doberan und Rostock - verhandelt. "Als noch eine Fusion mit Bad Doberan und der Hansestadt geplant war, bevor die erste Reform gekippt wurde", sagt Karin Schmidt. Nun strebe man lediglich noch eine Vereinigung mit den Linken im Nachbar-Landkreis an. "Bis zur Reform werden wir soweit sein, ob noch 2010, lasse ich mal offen", sagt Karin Schmidt.

Die SPD im Kreis Güstrow plant für März ein Treffen der beiden Kreisvorstände. "Wir wollen Weichen stellen, sehen, wie eine Fusion aussehen könnte", sagt SPD-Kreischef Dr. Norbert Nieszery. Auch die Parteistrukturen müssten zur Kreisgebietsreform neu aufgestellt sein.

Noch gar kein Thema ist das in Reihen der Kreis-CDU. "Seltsamerweise haben wir uns damit bisher noch in keinster Weise befasst", sagt Hanne-Lore Harder, stellvertretende Kreisvorsitzende der Christdemokraten. "Aber wir sind da offen", sagt die Güstrowerin. Kontakte zum Nachbar-Kreisverband gebe es bisher kaum. Aber der CDU-Bundestagsabgeordnete Eckhardt Rehberg könne als Kontaktperson fungieren. Er sei schließlich mit allen Kreisverbänden in seinem Wahlkreis im Gespräch.

Auch die FDP im Landkreis Güstrow steht mit den Liberalen in Bad Doberan in Kontakt. Eine Fusion sei zurzeit allerdings nicht Thema. "Vor längerer Zeit haben wir schon einmal darüber gesprochen, sind aber nicht zum Schluss gekommen. Dann wurde die erste Reform gekippt", sagt Kreisvorsitzender Holger Anders. Seitdem liege eine Fusion der FDP-Kreisverbände auf Eis.

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