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Lokales

22. August 2017 | 17:04 Uhr

Kreis sieht zur A 14 keine Alternative

vom

Prignitz | "Die A 14 muss kommen", so die eindeutige Aussage von Edelgard Schimko, im Landkreis Prignitz zuständige Geschäftsbereichsleiterin für Wirtschaft und Infrastruktur. Sie reagiert damit auf gegenwärtige Diskussionen vor allem von Wittenberger Stadtverordneten. Angesichts der Tatsache, dass das Planfeststellungsverfahren für den A 14-Abschnitt zwischen der B 195 und Karstädt auf Eis liegt, der Bund Untersuchungen für eine veränderte Trassenführung nahe der Elbestadt vornehmen lässt, die unmittelbar zwischen Grundstücken der Wittenberger Ortsteile Lindenberg und Bentwisch verlaufen könne, werden Stimmen laut, die Alternativen vorschlagen wie den vierspurigen Ausbau der B 189. So meint beispielsweise der Vorsitzende des Wirtschaftsausschusses der Stadtverordnetenversammlung, Karsten Korup, dass alle festgefahrenen Denkweisen über Bord geworfen werden müssten. Im Sinne des Gesamtprojektes A 14 schließt er einen Ausbau der B 189 nicht von vornherein aus.

Diese Variante, so Edelgard Schimko, sei völlig indiskutabel. Der Lückenschluss des Autobahnnetzes zwischen Magdeburg und der A 24 mache nur Sinn, wenn die gesamte Strecke als Autobahn ausgebaut werde. Zudem sei es mit einer vierspurigen B 189 nicht getan. Wolle man den Anschluss von der Elbbrücke bis nach Karstädt, müsse dann auch die B 5 entsprechend ausgebaut werden. Damit aber seien völlig neue Planungen nötig, "fangen wir bei Null an, was weder Zeit noch Geld spart". Und wie, so fragt die Geschäftsbereichsleiterin weiter, sollten die vierspurigen Bundesstraßen dann verlaufen, ohne nicht auf naturschutzrechtliche Probleme zu stoßen.

Der BUND hat nämlich gegen die bisherige Trasse, wie sie bei der Auslegung der Planungsunterlagen vorgestellt wurde, Einspruch erhoben. Der Grund: Die A 14 würde die Silge und den Bereich mit dem dort verlaufenden Scheidbach unzulässig zerschneiden. Das verstoße gegen ein Fachgutachten, das die Autobahnplaner selbst in Auftrag gegeben hätten. Nach diesem Gutachten seien die A 14 und die Bahnstrecke so eng wie möglich zu bündeln, um die "Zerschneidungswirkung des weiträumigen Verbundkorridors für Tiere im Bereich des Scheidbachs" zu mindern.

Nun liegt das Planfeststellungsverfahren für diesen Abschnitt auf Eis. Für Edelgard Schimko müsse diese Variante dennoch weiter verfolgt werden. "Sicher sind weitere Untersuchungen notwendig. Aber das Artenschutzgesetz des Bundes gibt eindeutig her, bei derartigen Eingriffen vorher entsprechende Maßnahmen wie beispielsweise Umsiedlungen vorzunehmen."

Was die gegenwärtige Diskussion im Wittenberger Stadtparlament anbelangt, hat Edelgard Schimko zwar Verständnis für den Ärger über die mangelhafte Kommunikation. "Auch uns stört, dass sowohl Landkreis als auch Stadt nicht mehr regelmäßig in die Planungen einbezogen werden." Dennoch erwartet sie eine klare Position für die A 14.

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erstellt am 23.Jun.2011 | 06:38 Uhr

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