Kreis Prignitz eröffnet Pflegestützpunkt

<strong>Torsten Uhe und</strong> Gerlinde König (hinten) mit den künftigen Beraterinnen des Pflegestützpunktes, Heidrun Singer und Silvia Krüger.
Torsten Uhe und Gerlinde König (hinten) mit den künftigen Beraterinnen des Pflegestützpunktes, Heidrun Singer und Silvia Krüger.

svz.de von
30. Juli 2010, 08:44 Uhr

Perleberg | Für alle Fragen rund um die Pflege stehen seit gestern die Mitarbeiter des Pflegestützpunktes im Haus 6 der Kreisverwaltung in der Berliner Straße in Perleberg zur Verfügung. An vorerst zwei Tagen in der Woche erteilen hier eine Pflege- und eine Sozialberaterin Auskünfte zu Pflegeleistungen, zur Gesetzgebung sowie zu ergänzenden Angeboten aus dem Sozialbereich wie Essen auf Rädern, altersgerechte Wohnumbauten und dergleichen.

Mit Einrichtung dieser Beratungsstelle setzt der Landkreis die Bestimmungen des Pflege-Weiterentwicklungsgesetzes um, dass seit 2008 gilt.

Torsten Uhe, zweiter Beigeordneter des Landrates, Donald Ilte vom Sozialministerium des Landes und Gerlinde König, stellvertretende Vorsitzende der AOK Berlin-Brandenburg, eröffneten gestern gemeinsam den Pflegestützpunkt und stellten die künftigen Mitarbeiterinnen vor.

"Mit dem Pflegestützpunkt tragen wir der demografischen Entwicklung im Landkreis Rechnung, der Bedarf für diese Einrichtung ist da", sagte Uhe und verwies darauf, dass laut einer Statistik von 2008 bereits damals mehr 21 000 Menschen in der Prignitz älter als 65 Jahre waren, davon rund 4600 über 80 Jahre. "In Zukunft wird der Anteil der alten und pflegebedürftigen Menschen noch zunehmen. Prognosen gehen bei insgesamt 62 000 Einwohnern im Jahre 2030 von 29 000 über 60-Jährigen und davon mehr als 8500 über 80-Jährigen aus", gibt Uhe zu bedenken. Besonderen Wert legt er auf die Bedarfsorientierung des Pflegestützpunktes. "Wird das Angebot stark in Anspruch genommen, muss es entsprechend ausgebaut werden", so Uhe.

Die Erfahrungen aus anderen Teilen des Landes sprechen für das Projekt. "Die Resonanz auf die Stützpunkte ist sehr gut, da sich durch die enge Kooperation von Verwaltungen und Kassen die Qualität der Beratung verbessert", sagt Andreas Manthey, der für die AOK die Pflegestütz punkte in Berlin und Brandenburg koordiniert. Trotz der intensiven Beteiligung der AOK sei eine unabhängige Beratung garantiert. "Dazu sind wir vertraglich verpflichtet", so Manthey.

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