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Gadebusch: Dritter Verkaufsversuch gescheitert : Kreis bleibt auf alter Volkshochschule sitzen

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Nach dem Leerzug des ehemaligen Volkshochschul-Gebäudes in Gadebusch ist der Landkreis Nordwestmecklenburg mit seinen Verkaufsplänen vorerst gescheitert. Bei einer Auktion in Rostock fand sich kein Interessent.

svz.de von
erstellt am 17.Jun.2013 | 05:07 Uhr

Nordwestmecklenburg | Nach dem Leerzug des ehemaligen Volkshochschul-Gebäudes in Gadebusch ist der Landkreis Nordwestmecklenburg mit seinen Verkaufsplänen vorerst gescheitert. Bei einer Auktion in Rostock fand sich kein Interessent, der die Immobilie erwerben wollte. Kein einziges Angebot wurde dort für die Liegenschaft abgegeben.

Das Mindestgebot betrug 85 000 Euro und lag damit bereits deutlich unter dem Verkehrswert von 200 000 Euro. Wie Kreis-Pressesprecherin Petra Rappen auf SVZ-Anfrage erklärte, hätten Interessenten nun zwei weitere Monate die Möglichkeit, die Immobilie für das Mindestgebot zu erwerben. Das Gebäude war 1979 errichtet worden. Es ist dreigeschossig und hat eine Nutzfläche von etwa 580 Quadratmetern.

In der Stadt Gadebusch wird in zwischen befürchtet, dass das ehemalige Volkshochschul-Gebäude zu einem Ladenhüter wird. "Leerstand und Verfall des Gebäudes sind unsere Sorge", sagt Gadebuschs Bürgermeister Ulrich Howest. "Aus rein städtischer Sicht ist es ein Fehler gewesen, das Haus freiziehen zu lassen. Eine weitere ungenutzte Immobilie in Gadebusch kann nicht im Interesse der Stadt sein", so Howest weiter. Er hoffe auf eine private oder geschäftliche Nutzung des Objekts. Was aus nicht mehr benötigten öffentlichen Immobilien werden kann, ist nur wenige hundert Meter Luftlinie entfernt von der ehemaligen Volkshochschule sichtbar. Seit Jahren steht dort am Stadtwald ein ehemaliges Kreisverwaltungsgebäude leer. Der Verfall schreitet zusehends voran, Scheiben sind eingeschlagen, Gehwegplatten herausge brochen, Buschwerk versperrt nahezu komplett den Eingangsbereich. "Ich hoffe, dass nicht auch das Volkshochschul-Gebäude so verfällt", sagte der stellvertretende Gadebuscher Bürgermeister, Wolfgang Joop. Der Landkreis hatte den Leerzug der Volkshochschule u. a. mit Kosteneinsparungen begründet. Seit Januar dieses Jahres befindet sich die VHS nicht mehr neben dem Gadebuscher Polizeirevier, sondern im Gymnasium.

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