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Lokales

21. Oktober 2017 | 18:05 Uhr

Kreis bei Geburten über Landestrend

vom

svz.de von
erstellt am 15.Aug.2010 | 02:39 Uhr

Güstrow | Über Nachwuchs kann sich der Landkreis Güstrow nicht beklagen. Gute Nachrichten: Im Gegensatz zum landesweiten Trend sind hier im vergangenen Jahr mehr Kinder geboren worden. 786 Babys erblickten nach Angaben des Statistischen Landesamtes im Landkreis das Licht der Welt. Das waren 28 mehr als im Jahr zuvor.

631 dieser Kinder kamen im KMG-Klinikum Güstrow zur Welt. Das Krankenhaus konnte bereits in den vergangenen Jahren seine Geburtenzahlen kontinuierlich steigern. Ein Grund dafür ist auch, sagt Dr. Kerstin Winkler, dass die Geburtsklinik in Ribnitz vergangenes Jahr geschlossen wurde. Deshalb habe sich die Zahl der Frauen, die im KMG-Klinikum ihr Kind zur Welt bringen wollen, erhöht, so die Chefärztin der Gynäkologie und Geburtshilfe im Güstrower Krankenhaus.

Aktuell kamen in diesem Jahr bereits 419 Kinder im KMG-Klinikum zur Welt. "Das ist wirklich sehr gut und wiederum eine Steigerung im Vergleich zum Vorjahreszeitraum", sagt Kerstin Winkler. "Kleinere Häuser haben immer den Vorteil einer familiäreren Atmosphäre. Das finden die Frauen reizvoll", begründet die Medizinerin die steigenden Geburtenzahlen in ihrem Haus.

Seit 2006 war auch die Geburtenrate in Mecklenburg-Vorpommern gestiegen. Das gab Anlass zur Hoffnung. Doch nun sank sie von 13 098 Babys im Jahr 2008 auf 13 014 im Jahr 2009. Das waren 84 Kinder oder 0,64 Prozent weniger. Im Landkreis Güstrow registrierte das Statistische Landesamt im Jahr 2005 noch 773 Geburten. Im Jahr 2006 schließlich 788, im Jahr 2007 waren es dann 799 und im Jahr 2008 wurden 758 neue Erdenbürger gemeldet.

Einem ebensolchen Auf und Ab unterliegen die Zahlen der unverheirateten Eltern. Betrug deren Anteil bei der Geburt ihres Babys im Landkreis Güstrow im Jahr 2004 noch 62,5 Prozent, lag er im vergangenen Jahr, also fünf Jahre später, mit 62,1 Prozent leicht unter diesem Wert. Die überwiegende Mehrheit junger Eltern ist also nicht verheiratet. Das ist aber nicht nur hier so, sondern auch in ganz MV. 2004 waren knapp 62 Prozent der Eltern nicht miteinander verheiratet, im vergangenen Jahr betrug ihr Anteil bereits 63,7 Prozent.

Unter den 13 014 Babys, die im vergangenen Jahr in Mecklenburg-Vorpommern auf die Welt kamen, waren übrigens 424 Zwillings- und neun Drillingskinder. Das waren 17 Zwillingspärchen und eine Drillingsgeburt mehr als im Jahr zuvor, teilt das Landesamt mit. Die Eltern der Mehrlingskinder haben ihr "Soll" so zu sagen schon übererfüllt, denn im Schnitt bekommt eine Frau in Mecklenburg-Vorpommern rein statistisch gesehen nur 1,4 Kinder im Laufe ihres Lebens. Diese Zahl, die sogenannte Geburtenziffer, ist gegenüber dem Vorjahr konstant geblieben.

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