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Lokales

16. Dezember 2017 | 10:25 Uhr

Krakow hisst wieder Blaue Flagge

vom

svz.de von
erstellt am 14.Mai.2010 | 05:08 Uhr

Güstrow/Bad Doberan | Lufttemperaturen um die zehn Grad drücken derzeit das Verlangen auf ein ein erfrischendes Bad in der Ostsee oder eines der zahlreichen Binnengewässer. Dennoch: Heute ist der offizielle Start in die Badesaison.

Auch in diesem Jahr wird in der Badeanstalt am Jörnberg in Krakow am See die "Blaue Flagge" aufgezogen. Zum zwölften Mal. "Ich habe gerade das offizielle Schreiben für diese internationale Auszeichnung bekommen", sagt Betreiber Hilmar Fischer. Wie lange er noch im Nebenerwerb die Badeanstalt führen kann, weiß er nicht. Wie viele öffentliche Freibäder laufe man finanziell "auf dem Zahnfleisch", sagt Fischer. Von der Stadt erhalte er einen Zuschuss von 9000 Euro. Der habe sich in den zurückliegenden Jahren nicht verändert. Fischer ist auf viele Besucher angewiesen. Die Badegäste kommen aber nur, wenn das Wetter mitspielt. Nach einem schwierigen Start im Juni sei die Saison 2009 Dank des Wetters ab Juli noch gut gelaufen, schätzt der Krakower ein. Doch manche Besucher könnten 2010 ausbleiben, weil die B103 bei Charlottental im Juli und August komplett gesperrt wird. Bereits seit einem Jahr war die Straße dicht, weil an der Brücke in Kölln gebaut wurde. Eine Erhöhung der Eintrittspreise (50 Cent für Kinder, ein Euro für Erwachsene) komme ihn nicht in Frage. "Dann gehen die Leute woanders baden."

An nahezu 100 Badestellen in den Landkreisen Güstrow und Bad Doberan können sich Einheimische wie Urlauber 2010 in die Fluten stürzen.

In den zurückliegenden Tagen waren Mitarbeiter der beiden Umweltämter unterwegs und haben alle von den Kommunen gemeldeten Badestellen unter die Lupe genommen und Wasserproben gezogen. "Die erste Auswertung ist erfolgt. In unseren Gewässern sind alle Werte in Ordnung", sagt Dr. Ute Jens vom Gesundheitsamt in Bad Doberan. Auf diese erste Analyse der Badewasserqualität warten die Mitarbeiter der Kreisverwaltung Güstrow noch. "Wir erwarten die Ergebnisse in der kommenden Woche, denn die Kontrollen fanden erst am 11. Mai statt", sagt Kreissprecherin Dr. Petra Zühlsdorf-Böhm.

Nicht mehr beprobt wird der See im Schullandheim Peetsch bei Schwaan (Landkreis Bad Doberan). Der ASB schloss Ende zurückliegenden Jahres die Einrichtung. Somit gibt es im gesamten Amt Schwaan keine öffentliche Badestelle mehr. Die einzige auf dem "Campingplatz Sandgarten" ist lediglich für Camper und Kindereinrichtungen zugänglich. Bemühungen der Stadt Schwaan, daran etwas zu ändern, scheiterten bisher, zumal gegenwärtig auch noch ein Insolvenzverfahren eines "Unterpächters" läuft. Ausgang ungewiss.

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