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Lokales

21. August 2017 | 06:51 Uhr

Krakow am See schaut in die Röhre

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Krakow am See | Krakow am See schaut in die Röhre. Auch wenn Städte wie Güstrow und Bützow jetzt über die angedrohte Kürzung der Städtebaufördermittel um 50 Prozent jammern, der Luftkurort ist noch schlimmer dran, denn er bekommt gar nichts mehr. Bürgermeister Wolfgang Geistert: "2008 erhielten wir das erste Mal keinen Fördermittelbescheid mehr." Was noch bis 2011 laufe, seien Jahresscheiben vom letzten Bescheid 2007. 210 000 Euro reichte das Land damals aus. Der Eigenanteil betrug 70 000 Euro. 2011 werden die letzten 31 500 Euro an die Stadt überwiesen.

Damit will Geistert aber keinen Neid aufkommen lassen. Güstrow habe das Geld nötig, Bützow noch nötiger, schätzt er ein. "Aber auch wir könnten diese Finanzspritzen vom Land weiter gut gebrauchen", so der Bürgermeister. Deshalb fuhr er auch nach Schwerin, um Klinken zu putzen und bat um weitere Städtebaufördermittel. "Aber Minister Schlotmann hat mich abblitzen lassen." Geistert: "Solche Entscheidung zeigt mir, dass man den ländlichen Raum, zu dem ich Krakow am See und das Amt zähle, links liegen lässt."

Die Stadt will sich nun selbst helfen, denn den weiteren Fördermittelbedarf schätzt Bauamtsleiter Lutz Krämer auf 3,6 Millionen Euro. Das will auch die Stadtvertretung so. Geistert: "Wir werden Häuser aus dem Sondervermögen an die städtische Wohnungsgesellschaft verkaufen. An private Interessenten wäre das auch möglich. Dazu sind wir verpflichtet. Mit dem Erlös haben wir dann wieder Eigenmittel für die Stadtsanierung." Geistert erwartet vom Verkauf von sechs oder sieben Häusern ein "kleines Vermögen", das er zwischen einer halben und einer Million Euro ansiedelt.

Seit Beginn der Stadtsanierung 1990/91 bis 2007 erhielt Krakow am See eine Fördersumme von 9,6 Millionen Euro. Die Eigenmittel der Stadt betrugen 2,6 Millionen Euro.

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erstellt am 12.Aug.2010 | 05:16 Uhr

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