zur Navigation springen
Lokales

12. Dezember 2017 | 01:49 Uhr

Koštal möchte so hoch wie möglich

vom

svz.de von
erstellt am 28.Jun.2011 | 05:52 Uhr

Rostock | Pavel Koštal soll Hansas Abwehrturm in den Schlachten um den Klassenerhalt in der 2. Fußball-Bundesliga werden. Doch genügt der 30-Jährige den Ansprüchen, die an ihn gestellt werden? In der Vorbereitung hinterlässt der tschechische Neuzugang bislang einen ordentlichen Eindruck. "Es läuft ganz gut. Die Bedingungen sind top, und die Mannschaft ist super", sagt der Innenverteidiger.

Koštal wurde in Königgrätz (Hradec Králové) im Vorland des Riesengebirges in Nordostböhmen (Tschechien) geboren. Die meiste Zeit seiner Karriere verbrachte er in seiner Heimat, lief für SK Hradec Králové, FC MUS Most und FC Slovan Liberec auf. Erst im Sommer 2009 wagte der Defensivmann mit 28 Jahren den Sprung ins Ausland und heuerte beim österreichischen Erstligisten SC Wiener Neustadt an. Seine Erklärung, weshalb er so spät den Sprung über Tschechiens Fußball-Grenze wagte, ist genauso einfach wie plausibel. "In den sechs Jahren in Liberec hatten wir immer Erfolg. 2006 sind wir sogar Meister geworden. Außerdem spielten wir regelmäßig in der Champions League oder im Uefa-Pokal. Es gab keinen Grund zu wechseln", so Koštal, den dann aber doch ein Engagement im Ausland reizte: "Ich war im richtigen Alter."

Wie zuvor in seinem Heimatland wurde der 1,92-Meter-Mann auch in Wien sofort Stammkraft in der zentralen Abwehr und wusste vor allem mit seiner Kopfballstärke zu überzeugen. "Das ist sicherlich eine meiner dominanten Eigenschaften", weiß der Neu-Rostocker.

Die Strapazen der Vorbereitung hat er bislang gut verkraftet. "Wir laufen viel, machen auch Sprungübungen. Das ist alles sehr anstrengend, doch ich bin das gewöhnt. Es ist ja nicht viel anders als in Tschechien oder Österreich. Das Training ist hart, aber gut. Und so soll es sein", berichtet Pavel Koštal.

Mit seinem neuen Team hat er eine Menge vor. "Ich möchte so hoch wie möglich", nimmt der Kicker kein Blatt vor den Mund. Und er ergänzt: "Wir haben eine talentierte Mannschaft mit vielen jungen Leuten, für die es wichtig ist, dass sie Ambitionen haben. Jeder sollte doch versuchen, so weit oben wir es nur geht zu spielen."

Damit das ehrgeizige Vorhaben gelingt, will er seine ganze Routine einbringen. "Natürlich habe ich schon ein bisschen Erfahrung gesammelt und versuche, sie auch zu nutzen. Doch das machen alle älteren Spieler. Jeder spricht mit jedem. Es ist eine tolle Truppe", verrät der Neuzugang.

Derzeit wohnt Koštal wie Teamkollege Marek Mintal im Hotel Warnemünder Hof. "Wir sind auf Wohnungssuche. Marek hat zwei Kinder und möchte gerne in ein Haus ziehen. Ich suche für mich und meine Frau Lenka eine Zwei- oder Dreizimmer-Wohnung. Doch derzeit ist es schwer, etwas richtiges zu finden", verrät der Abwehrmann, dem das Einleben an der Ostsee durch den Slowaken Mintal (seit 2003 in Deutschland) vereinfacht wird: "Wir sind oft zusammen, fahren auch gemeinsam zum Training. Es ist natürlich gut, dass Marek da ist."

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen