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Lokales

16. Dezember 2017 | 18:03 Uhr

Kopfläuse schlagen im Landkreis zu

vom

svz.de von
erstellt am 26.Sep.2010 | 05:54 Uhr

Güstrow | Es sind kleine, hartnäckige Biester, die sich am liebsten auf den Köpfen von Kindern festsetzen: Läuse. In den vergangenen Jahren sind in Kindergärten und Schulen im Landkreis Güstrow wieder vermehrt Kopfläuse aufgetreten. Dies trifft auf Einrichtungen in Städten ebenso zu, wie auf dem Lande. Allein in diesem Jahr wurden dem Gesundheitsamt des Landkreises bereits Fälle in sieben Einrichtungen gemeldet. Jedes Jahr sind es bis zu zehn. Der Anstieg des Läusebefalls ist unmittelbar nach der Ferienzeit besonders deutlich. "Es handelt sich um sehr eine ansteckende Erkrankung - ein gesundheitliches und hygienisches Problem", sagt Kristin von der Oelsnitz, Leiterin des Gesundheitsamtes. "Deshalb müssen sofort Maßnahmen ergriffen werden, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern."

Dabei geht das Gesundheitsamt streng nach dem Infektionsschutzgesetz vor. Nicht jeder Fall von Kopfläusen müsse gemeldet werden, so Kristin von der Oelsnitz, beispielsweise wenn ein Kleinkind zuhause betreut werde. Eine Meldepflicht bestehe jedoch, wenn in Einrichtungen zwei oder mehrere Kinder betroffen sind. Am häufigsten würden diese Fälle in Kitas, Schulen, Jugendherbergen oder Ferienlagern auftreten, so die Leiterin des Gesundheitsamtes.

"Die Übertragung der Läuse geschieht sehr schnell, wenn Kinder in der Schule oder Kita ihre Köpfe zusammenstecken", sagt Kristin von der Oeslnitz. Aber auch über Schals, Mützen, Kämme oder andere gemeinsam benutzte Gegenstände würden Läuse übertragen. Das Problem habe nichts damit zu tun, dass die Eltern ihren Kindern nicht die Haare waschen würden. "Läuse fühlen sich auch auf sauberen Köpfen wohl", weiß Kristin von der Oeslnitz. Die blutsaugenden Parasiten nisten sich vor allem auf der Kopfhaut und in den Haaren ein. "Es entsteht ein starker Juckreiz. Durch das Kratzen können Verletzungen entstehen, die sich entzünden", erklärt die Gesundheitsamtsleiterin.

Möglichst schnell müssen Kopfläuse behandelt werden. "Das Wichtigste ist zunächst, die Kinder mit Kopfläusen nicht in der Einrichtung zu lassen", sagt Kristin von der Oelsnitz. Gemeinsam mit Eltern, Erziehern oder Lehrern bespreche das Gesundheitsamt dann das weitere Vorgehen. Es gebe spezielle Haarwaschmittel und auch Haarspray zur Läusebekämpfung. Dabei sollte genau die Packungsbeilage beachtet werden. "Bei falscher Anwendung kommen die Läuse wieder", sagt sie. Auch ein Nissenkamm sei notwendig, um die Eier der Läuse aus den Haaren zu entfernen. Zusätzlich sollten Bettwäsche, Anziehsachen und Kuscheltiere bei mindestens 60 Grad gewaschen werden. "Auch das Einfrieren hilft. Bei minus zehn Grad sind die Läuse tot." Das Kind dürfe nach der ersten Behandlung wieder in die Schule.

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