Kooperation in Augenhöhe

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06. November 2009, 08:26 Uhr

Schwerin | Die Debatte um die Zukunft des Mecklenburgischen Staatstheaters hat Schweriner Politiker zu weiteren Stellungnahmen veranlasst.

"Zunächst ist festzuhalten, dass mit dem neuen Finanzausgleichsgesetz das Mecklenburgische Staatstheater Schwerin nicht schlechter dasteht als bisher, ganz im Gegenteil, es erhält rund 380 000 Euro mehr", ver sichert der Schweriner CDU-Landtagsabgeordnete Dr. Armin Jäger. Zudem sei langfristig Planungssicherheit geschaffen worden. Nicht minder wichtiger sei ihm aber auch, dass die Zusam menarbeit mit Parchim endlich vorankomme. "Es geht um Kooperation auf Augenhöhe. Schwerin muss Parchim die Sicherheit geben, dass das Landestheater selbst bei einer Fusion nicht untergebuttert wird. Ganz im Gegenteil. Parchim würde profitieren von der künstlerischen Vielfalt", betont Jäger. Offenkundig sei doch, dass es ein "weiter so" nicht geben könne. Deshalb seien ein stärkerer Zusammenhalt und mehr Zusammenarbeit in der Region unumgänglich.

Auch Manfred Strauß, Fraktionsvorsitzender der Bündnisgrünen in der Stadtvertretung, betont nachdrücklich die Bedeutung des Theatererhalts. "Für den Fortbestand müssen wirklich alle Finanzierungsmöglichkeiten unter die Lupe genommen werden, und auch das Land Mecklenburg-Vorpommern ist dringend aufzufordern, Verantwortung für den Erhalt zu übernehmen", so Strauß. "Wir wollen und können auf unser Theaterangebot nicht verzichten. Bleibt das Meck lenburgische Staatstheater in seiner jetzigen Form nicht erhalten, würde die Attraktivität unseres Kulturangebotes für Schwerin, das Umland und überregionale Räume radikal gesenkt. Die Auswirkungen sind voraussehbar. Die künstlerische Qualität und Vielfalt sinkt, es gäb e einen Imageverlust für die Landeshauptstadt, der dazu führt, dass Besucherzahlen massiv einbrechen, und auch die sehr guten Einspielergebnisse wären nicht mehr zu realisieren", erklärt der Bündnisgrüne.

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