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Lokales

23. November 2017 | 12:29 Uhr

Kontrollen zu Land und zu Wasser

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erstellt am 03.Jun.2010 | 06:02 Uhr

Parchim/Plau am See | Betrunken und bekifft am Steuer - das passiert noch zu oft. Deshalb nimmt die Polizei im Sommermonat Juni auch unbelehrbare Kraftfahrer ins Visier, die zur Flasche oder Nadel greifen. Doch auch Freizeitskipper werden überprüft, so zum Auftakt auf dem Plauer See.

Zwei Autoahrer, die unter Einfluss von Drogen am Steuer unterwegs waren, gingen gleich am Anfang ins Netz. Erwischt wurden die beiden im Rahmen der Auftaktkontrolle für den Monat Juni, die diesmal im Bereich Plau am See stattfand und in die, neben der Schutzpolizei, auch die Wasserschutzpolizei einbezogen war. So gab es mehrere Kontrollenstellen in der Innenstadt und eine an der Mündung der Elde-Müritz-Wasserstraße in den Plauer See. Hier waren Polizeiobermeisterin Loreen Zander und Polizeioberkommissar Mirko Bauer von der Wasserschutzpolizei sowie die Präventionsbeamte Marianne Kohl von der Polizeiinspektion im Einsatz. "Auf dem Plauer See darf maximal 25 km/h gefahren werden, im 100-Meter-Uferbereich nur neun km/h und im Kanal nur sechs km/h", erläutert Bauer. Dass Messgerät kann bis zu 1500 Meter Entfernung jedes Boot erfassen und genaue Angaben über das Tempo liefern. Da haben etwaige Flüchtige kaum ein Chance.

Klaus Meyer aus Berlin ist mit seiner Crew unterwegs und will weiter zum Schweriner See. Doch am Kalkofen muss er einen Stopp einlegen, die Beamten winken ihn ans Ufer. Die Bordpapiere werden kontrolliert und auch einen Alkoholtest muss er über sich ergehen lassen. Doch alles läuft in entspannter Atmosphäre ab. "Hier ist man im Urlaub, da gibt es kaum Hektik, die Bootsführer sind meist gelassener als ihre Kollegen hinterm Steuer auf den Landstraßen", weiß Loreen Zander zu berichten. In der Tat, auch Klaus Meyer nimmt es ruhig und schmunzelt sogar. Sein Ergebnis: 0,0 Promille. Wenig später wird eine Familie aus dem Raum Karlsruhe gestoppt. Sie haben zum wiederholten Male ein Boot gechartert und sind auf den Seen Mecklenburgs unterwegs. "Einfach super die Gegend, wir sind schon mehrfach hier gewesen", schwärmen die Bootsinsassen. Auch bei ihnen gibt es keine Beanstandungen und sie können weiter schippern.

Dass diese Kontrollen wichtig sind, zeigen folgende Zahlen: Allein im Jahr 2009 wurden 80 Verkehrsunfälle im Inspektionsbereich Parchim registriert, bei denen Alkohol eine Rolle spielte. "Dabei wurde eine Person getötet und 34 verletzt", sagt Matthias Elert von der Polizeiinspektion Parchim. Der höchste Atemalkoholwert bei einem Verkehrsunfall lag bei 3,88 Promille. Außerdem wurden bei Kontrollen 342 Verkehrsteilnehmer erwischt, die unter Alkohol- (253) oder Drogeneinfluss (89) unterwegs waren und zum Glück noch keinen Unfall verursacht hatten. Der dabei höchste Atemalkoholwert lag bei 3,09 Promille.

Zum Auftakt wurden in Plau 123 Kraftfahrer und acht Bootsbesatzungen überprüft. Im Ergebnis wurden neben den eingangs erwähnten zwei Drogen-Fahrern 12 Ordnungswidrigkeiten festgestellt, darunter schlechte Bereifung oder das Nichtanlegen des Sicherheitsgurtes. Vier mal wurden Kontrollberichte angefertigt, weil kleinere technische Mängel vorlagen. In den kommenden Wochen werden die Kontrollen im Landkreis weiter geführt.

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