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Lokales

23. Oktober 2017 | 04:47 Uhr

Konjunkturhilfe mildert Krise im Kreis

vom

svz.de von
erstellt am 05.Sep.2010 | 06:50 Uhr

Güstrow | Das Konjunkturprogramm II der Bundesregierung hat im Landkreis Güstrow wenn auch nicht zu einem direkten Aufschwung, so doch aber zu einer Konsolidierung der Wirtschaft und zu einer deutlichen Abmilderung der Krisenauswirkungen geführt. Insgesamt wurden und werden 19 Maßnahmen in Schulen und beim Wegebau mit einem Gesamtvolumen von 14,5 Millionen Euro im Kreis umgesetzt. Davon sind rund sieben Millionen Konjunkturmittel. Allein in der Barlachstadt Güstrow wurden mit 3,6 Millionen Euro vier Projekte auf den Weg gebracht, in Bützow drei mit einem Umfang von knapp einer halben Million Euro. Teuerste Maßnahme war der Neubau der Grundschule Laage. Kosten: vier Millionen Euro.

All das hätte ohne die Mittel aus dem Konjunkturpaket nicht bewerkstelligt werden können, so Jane Weber, Leiterin des Stadtentwicklungsamtes Güstrow. Zurzeit läuft noch die energetische Sanierungen der Müntzerschule. Die Sanierungen der Reuterschule sowie der Wossidloschule sind abgeschlossen. Bei letzterer kommt jedoch noch eine Photovoltaikanlage aufs neue Dach. Auch der Neubau des Radweges zur Vernetzung des Natur- und Umweltparks mit der Radroute Berlin-Kopenhagen ist bereits fertig. Die dazugehörige Brücke fehlt aber noch. "Vor allem den Radweg hätten wir ohne Konjunkturmittel nicht finanzieren können. Die anderen Maßnahmen wären nicht so zügig umgesetzt worden", sagt Jane Weber.

Vor allem mit der Vorgabe der energetischen Sanierung von Schulen greife das Konjunkturpaket an der richtigen Stelle, so Jane Weber. Auf diesen Schwerpunkt hatte sich der Kreis geeinigt. Das Konjunkturpaket habe finanzielle Freiräume geschaffen, um Investitionsentscheidungen zu erleichtern. Dadurch seien viel mehr Aufträge an regionale Firmen und Handwerksbetriebe gegangen. "Ein großes Auftragsvolumen, was wir sonst nicht hätten vergeben können. Das Geld ist in der Stadt und der Region geblieben", so Jane Weber.

Ohne Konjunkturmittel hätte auch die teuerste Maßnahme im Rahmen des Konjunkturpaketes - der Schulneubau in Laage - nicht realisiert werden können, so Laages Kämmerer Karl-Heinz Schwarz. "Dafür musste sich die Stadt zwar auch verschulden, aber diese Förderung wird so nicht wiederkommen. Es wäre fatal gewesen, diese Mittel nicht zu nutzen", sagt er. So sieht es auch Doris Zich, Leiterin des Bützower Bauamtes: "Wir konnten kurzfristig wichtige Investitionen umsetzen." So der Ersatzneubau der Geh- und Radwegbrücke Fritz-Reuter-Allee sowie die Sanierungen in der Regionalschule Bernitt und in der Freien Schule Bützow - alles bereits beendet. "Bei der Brücke hätten wir ohne Konjunkturmittel Probleme bekommen. Die anderen Maßnahmen wären nur in minderer Qualität möglich gewesen", sagt sie.

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