Koloß geriet außer Kontrolle

Lkw-Unfall auf der B 5 nahe Pritzier / Eingeschlafener polnischer Lkw-Fahrer im Glück und unverletzt / Mehr als sechs Stunden Vollsperrung

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19. Mai 2010, 03:24 Uhr

Ein Lkw-Unfall auf der B5 nahe Neuenrode hat Mittwoch Vormittag für Stunden die wichtige Bundesstraße blockiert und den gesamten Verkehr auf kilometerlange Umleitungen zwischen Pritzier, Hagenow und Warlow geschickt.

Exakt um 4.25 Uhr hatte die Polizei Meldung von dem Unfall gekommen. Ein polnischer Fahrer war in Richtung Berlin unterwegs, als er gut 500 Meter vor der Abfahrt Neuenrode nach rechts von den Fahrbahn abkam. Der tiefe Straßengraben an dieser Stelle fing den Koloß auf, der einen gute 100 Meter langen Streifen an der Straße pflügte. Der Sattelauflieger kam erst an einer Unterführung zum Stehen. Glück im Unglück, in dem vom Zoll verplombten Container befanden sich nur Plastestangen. Zwar formte die gut zehn Tonnen schwere Ladung die Zugmaschine in eine Zett-Form und damit zu Schrott, doch mit einer schwereren Ladung, so die Einschätzung der Polizei, wäre der Fahrer mit Sicherheit im nahen Wald gelandet. So kam der Pole, der zugab eingeschlafen zu sein nur mit dem Schrecken und ohne Verletzungen davon.

Schwierig und vor allem zeitraubend war dann die Bergung von Zugmaschine und Hänger. Während die Hagenower Polizei in enger Zusammenarbeit mit der Straßenmeisterei die Sperrung organisierte, musste an der Unfallstelle schwere Technik aufgefahren werden. In mehreren Schritten wurden erst der Container, dann der Hänger und schließlich die Zugmaschine geborgen. Auch hier hatten alle Beteiligten Glück, die Halterungen für die Dieseltanks waren zwar beschädigt, ein Tank sogar eingedrückt, dennoch lief kein Kraftstoff aus. Aus Sicherheitsgründen wurden jedoch 400 Liter Diesel vor der Bergung abgepumpt. Die B 5 wurde um 11.50 Uhr wieder freigegben, der Sachschaden soll bei 140000 Euro liegen.

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