Knick-Schachtel hilft gegen Ei-Bruch

Hartwig Chamier von Gliszczynski entwickelte die Eier-Verpackungen.
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Hartwig Chamier von Gliszczynski entwickelte die Eier-Verpackungen.

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21. April 2010, 06:55 Uhr

Wittenburg | Eine gestanzte und gefaltete Schachtel nach der anderen verlässt die Maschine. Neuartige Eierverpackungen treten den Siegeszug von Wittenburg aus in die Welt an. Das Unternehmen Eggbox GmbH stellt Eierverpackungen aus Wellpappe her.

Geschäftsführer Helge Schultze nimmt für sein Unternehmen in Anspruch, Alleinhersteller dieser stabilen, umweltfreundlichen und für die Werbung höchst interessanten Verpackung von Hühnereiern zu sein. Für das Erzeugnis gibt es mittlerweile europäische und amerikanische Patente, weil es nach einer speziellen Technologie hergestellt wird. Das Geheimnis ist der richtige Knick an der richtigen Stelle.

Hochstabil und stapelbar sind die neuen Markenzeichen

Nach den Worten von Schultze ist die Eggbox die einzige Verpackung für Hühnereier, die auf allen gängigen Abpackmaschinen läuft, was ein großer Vorteil für die Eierproduzenten ist. In Wittenburg wird seit Februar die neue Knick-Schachtel hergestellt, die auch den Ei-Bruch beim Einkauf im Supermarkt verhindern hilft. "Die Überlegung, dass es in der Frage von Stabilität und Stapelbarkeit etwas Besseres geben müsse als die herkömmliche Eierverpackung aus Fasergussmaterial, ließ unserem Tüftler Hartwig Chamier von Gliszczynski keine Ruhe. Am Ende hatte er nicht nur eine hochstabile und optimal stapelbare Eierschachtel aus Wellpappe entwickelt, sondern auch gleich ein entscheidendes Manko von Faserguss-Verpackungen aus dem Weg geräumt. Dank der völlig flachen Unter- und Oberseiten bietet unsere patentierte Eggbox deutlich mehr Platz für Werbung, weil alle Außen- und Innenseiten in Offsetdruck gestaltet werden können", erläutert der Geschäftsführer im Gespräch mit seinen Gästen von der Stadt Wittenburg die entscheidenden Vorteile des Produktes.

Bürgermeister Norbert Hebinck und Bürgervorsteherin Sybill Moß besuchten das Unternehmen, die jüngste Gewerbeansiedlung in der Stadt übrigens, um die Mannschaft um Helge Schultze zu begrüßen. In die Produktion ist das Unternehmen in der ersten Februar-Woche am neuen Standort gestartet. Voraus gegangen war ein nicht einfacher Umzug des gesamten Unternehmens aus der Nähe von Buchholz in der Nordheide nach Wittenburg. Das Osterfest war die große Herausforderung für die Firma, mittlerweile laufen am Standort drei Herstellungslinien, vier neue Arbeitsplätze wurden zunächst geschaffen, Tendenz steigend.

Erzeugergemeinschaften und Eierproduzenten in Deutschland, Polen, Griechenland, Österreich und der Schweiz sind die Geschäftspartner der Wittenburger. Helge Schultze ist anneuen Kunden dran, die möglicherwiese auch aus Übersee kommen könnten.

Der Maschinenpark des Unternehmens soll auf bis zu 16 Produktionslinien im Jahr 2014 erweitert werden.

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