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Viele Helfer kamen zum ersten großen Arbeitseinsatz des Jahres : Kloster Rühn putzt sich für Saison

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Motorsägen kreischen, das scheppernde Geräusch einer Schubkarre vermischt sich mit dem Motorenlärm eines Radladers. Dazwischen schwingen Gerhard Scherfchen, Walter Buss und Gerhard Beck Harke, Besen und Schaufel.

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erstellt am 17.Apr.2011 | 06:22 Uhr

Rühn | Motorsägen kreischen, das scheppernde Geräusch einer Schubkarre vermischt sich mit dem Motorenlärm eines Radladers. Dazwischen schwingen Gerhard Scherfchen, Walter Buss und Gerhard Beck Harke, Besen und Schaufel. Reges Treiben herrscht an diesem Sonnabendvormittag auf dem Gelände des Rühner Klosters. Das Areal wird fit gemacht für die neue Saison. "In drei Wochen, am 7. und 8. Mai gibt es bereits unser Klosterfest", erzählt Sigrid Papendorff vom Klosterverein. Wie viele Hände an diesem Tag zupacken? Das Zählen fällt schwer, auf dem weitläufigen Gelände. Und vieles ist zu tun. Muttererde wird verteilt, altes totes Holz ausgeschnitten, Bauschutt aus Räumen abtransportiert. Männer wie Frauen - viele Rühner und Menschen aus der Region , nicht alle sind Vereinsmitglieder, packen mit an.

Rund 6000 Menschen kamen vor einem Jahr zur fünften Auflage des Klosterfestes, sagt David Pilgrim von den Organisatoren. Darauf ist man auch in diesem Jahr eingestellt, hofft, dass wieder viele Besucher nach Rühn strömen. Dass das Klosterareal mittlerweile ein Ort ist, an dem man sich gut präsentieren kann, erfährt der Verein seit einigen Monaten. "Erst mussten wir nachfragen, ob jemand kommt. Jetzt nehmen wir Anfragen entgegen und ordnen sie ein", erzählt Sigrid Papendorff, die sich vor allem um den kulturellen Part der Vereinsarbeit kümmert. So wird beim Klosterfest erstmalig ein Templerlager aufgebaut. Es sind Menschen, die sich mit der Geschichte des sagenumwobenen Ritterordens beschäftigen. "60 Händler und Handwerker aus ganz Deutschland werden in Rühn ihr Können in traditionellen Gewerken zeigen", erklärt Pilgrim. Es gibt Aktionen für Kinder und Musik.

Die Konzerte im Rahmen der Festspiele Mecklenburg-Vorpommerns und die beiden Benefizkonzerte, der Deutschen Stiftung Denkmalschutz und von Andreas Pasternack, im vergangenen Jahr hätten dazu beigetragen, den Bekanntheitsgrad des Klosters weiter zu erhöhen. "Mittlerweile kommen viele Anfragen per Internet. Und die Zahl der Führungen nimmt ständig zu", sagt Papendorff. Man habe einen Flyer erstellt mit Informationen zum Kloster für Tagestouristen, die spontan im Kloster einkehren und selbst das historische Gemäuer erkunden können.

Und wie in den zurückliegenden Jahren gehen die Sanierungsarbeiten parallel zu den vielfältigen kulturellen und touristischen Veranstaltungen weiter. Vereinschef und Bürgermeister Hans-Georg Harloff: "Im Innenhofbereich legen wir Trauf pflaster an. Eine Bauweise der Klostererbauer. Denn die haben auch keine Dachrinnen gehabt. Damit das Wasser, das vom neu gedeckten Dach herunterfällt, nicht das Fundament beschädigt, wird mit einer Neigung von 20 Prozent ein 70 Zentimeter breiter Streifen aus Natursteinen angelegt." Außerdem soll die Sanierung des Wirtschaftsgebäudes beginnen. "Wir wollen es beräumen und die ersten 15 Meter des Daches neu eindecken. Kostenpunkt rund 60 000 Euro. Davon stellt 10 000 Euro der Verein und 20 000 Euro die Deutsche Stiftung Denkmalschutz zur Verfügung. 50 Prozent sind Landesmittel.

Am Ostersonnabend, 23. April, wird aber zunächst einmal wieder zum Blutspenden im Klostergang eingeladen.

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