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Lokales

20. Oktober 2017 | 14:48 Uhr

Klinikum investiert 29 Millionen Euro

vom

svz.de von
erstellt am 10.Aug.2010 | 07:01 Uhr

Wismar/Gadebusch | Das Hanse-Klinikum in Wismar baut an. Bis zum Sommer nächsten Jahres soll am Friedenshof ein neues Bettenhaus entstehen. Außerdem soll die Psychiatrische Klinik vom Dahlberg zurück ziehen. Damit wären alle Fachbereiche des Krankenhauses wieder auf einem Gelände zu finden.

In Wismar gibt es zusätzlich noch eine psychiatrische Tagesklinik und in Gadebusch hat das Klinikum vor kurzem ein Medizinisches Versorgungszentrum (MVZ) gegründet (SVZ berichtete). "In dem neuen Flügel stehen knapp 250 Betten", sagt Geschäftsführer Achim Gässler.

Neben der Psychiatrie ziehen Mitte 2011 auch die Gynäkologie, die Neugeborenenstation, die Innere Klinik und die Neurologie um. 28,9 Millionen Euro fließen insgesamt in den Neubau. 16 Millionen erhält die Damp-Gruppe aus dem Konjunkturpaket II. Sie ist seit 2006 Eigentümerin des Hanse-Klinikums. Die restlichen 12,9 Millionen Euro zahlt das Unternehmen selber.

Nach dem langen Winter lagen die Bauarbeiten knapp fünf Monate hinter dem Zeitplan. Das sei bis auf einige Tage aufgeholt, sagt Geschäftsführer Gässler. "Wir haben den großen Vorteil, dass wir keinen Zeitdruck haben."

Im Moment behandelt der Chefarzt der Psychiatrie, Bernd Sponheim, seine Patienten am Dahlberg. Da noch nicht feststehe, wie es mit dem historischen Backsteingebäude weitergeht, sieht der Mediziner dem Umzug gelassen entgegen.

"Wir sind am Friedenshof an die räumlichen Grenzen gestoßen", erklärt er. Auch am Dahlberg seien die Bedingungen nicht optimal. Beispielsweise gebe es Mängel bei den so genannten Hotelleistungen. Bis zu zehn Patienten müssten sich ein Bad teilen. "Das ist nicht zukunftsfähig", sagt Achim Gässler. Nicht nur das soll sich im Neubau ändern. Die Abteilungen wurden auf die Bedürfnisse der Patienten abgestimmt. "Die durchschnittliche Verweildauer eines Patienten in der Psychiatrie beträgt drei Wochen", erklärt Chefarzt Sponheim. Deshalb sei es wichtig, ein Wohlfühlambiente zu schaffen und keine sterile Krankenhausatmosphäre. Sponheim hat sich in vielen Kliniken angeschaut, wie Kollegen ihre Abteilungen gestalten haben. All das floss in die eigene Planung ein.

Noch etwas anderes liegt ihm am Herzen: Mit dem Umzug könnten Vorurteile gegenüber der Psychiatrie abgebaut werden. "Das gelingt umso leichter, wenn die Abteilung in ein Allgemeinkrankenhaus integriert ist."

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