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Lokales

17. November 2017 | 22:37 Uhr

Klagen über Schulbus

vom

svz.de von
erstellt am 17.Jan.2011 | 10:09 Uhr

Pritzwalk | Mit massiver Kritik haben sich Fahrschüler aus dem Bereich Pritzwalk-Meyenburg an die Öffentlichkeit und die zuständigen Behörden gewandt. Die Vorwürfe betreffen unter anderem verspätete Abfahrtszeiten und eine unzureichende Beheizung der Schulbusse. Gerichtet sind sie an das Busunternehmen Gutzmann, das den Schülertransport in diesem Bereich absichert.

Die Verkehrsgesellschaft Prignitz als Auftraggeber überprüfte die Vorwürfe und könne dieses entkräften bzw. erklären, so Geschäftsführer Manfred Prause gestern gegenüber unserer Redaktion. Zu Verspätungen sei es in den zurückliegenden Wochen tatsächlich teilweise gekommen. "Ursache waren die winterlichen Straßenverhältnisse", sagt Prause. Das betreffe insbesondere die B 103: "Der Straßenzustand hat es nicht zugelassen, schneller als 45 bis maximal 60 km/h zu fahren", so Prause. Davon habe er sich persönlich überzeugt.

Im Gespräch mit der Schülerin Josefine Arnold, sie hatte den Beschwerdebrief verfasst, sei deutlich geworden, dass Busschüler des Pritz walker Gymnasiums generell die späte Abfahrtszeit der Busse kritisieren. Sie fahren etwa 25 Minuten nach Unterrichtsende ab. "Das entspricht dem Fahrplan und lässt sich grundsätzlich nicht ändern", erklärt Prause. Dies begründet er mit den unterschiedlichen Unterrichtsendzeiten in der Stadt. Diese seien gestaffelt, der Bus müsse deshalb fünf Haltestellen anfahren und das Gymnasium sei davon die letzte.

Nachgefragt beim Unternehmen und überprüft worden sei die Heizungsanlage der betreffenden Busse. "Alle Heizungen sind technisch in Ordnung." Zu beachten sei aber, dass an allen vielen Haltepunkte, Vorder- und Hintertüren geöffnet würden. Das bedeute Durchzug und bei starken Minusgraden kühle der Bus aus. "Beim Verlassen der Stadt werden aber wieder 21 bis 23 Grad erreicht, was ich als ausreichend empfinde", sagt Manfred Prause. Er gehe außerdem davon aus, dass sich Fahrgäste entsprechend der Witterung kleiden.

Dass es mal zu Verspätungen bedingt durch technische Defekte kommen könne, schließe er nicht aus. Unter Winterbedingungen könnten Probleme auftreten, das sei bei anderen Verkehrsunternehmen auch der Fall.

Entschieden weist Prause den Vorwurf der Schüler zurück, dass Unternehmen setzte veraltete Busse ein. "Alle für uns tätigen Busunternehmen dürfen Fahrzeuge bis zu einem Alter von 16 Jahren einsetzen." Alle Unternehmen würden in regelmäßigen Abständen ihre Fahrzeugflotte verjüngen, "da bildet Gutzmann keine Ausnahme", stellte Prause klar.

Generell würden im Abstand von drei Monaten alle Busse technisch überprüft. Das geschehe durch unabhängige Gutachter. "Die Prüfberichte liegen uns vor, wir haben keinen Grund, ihre Aussagen bzw. ihre Gültigkeit anzuzweifeln", erklärt Manfred Prause. Selbstverständlich seien die Busse auch mit Winterreifen ausgerüstet.

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