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Lokales

13. Dezember 2017 | 02:42 Uhr

Kläranlagen-Besitzer geraten unter Druck

vom

svz.de von
erstellt am 06.Jun.2011 | 08:29 Uhr

Grevesmühlen | Das Land MV erhöht beim Thema Abwasser den Druck auf die Untere Wasserbehörde des Landkreises Nordwestmecklenburg. Sie soll durchsetzen, dass ab 2013 alle Einleitungen aus Kleinkläranlagen, die nicht den Regeln der Technik entsprechen, unterbunden werden.

Nach Kenntnissen der Unteren Wasserbehörde werden derzeit im Landkreis Nordwestmecklenburg etwa 1000 Kleinkläranlagen betrieben, die nicht den gesetzlichen Vorschriften entsprechen. "Hinzu kommt eine unbekannte Anzahl von Grundstücken, auf denen häusliches Abwasser anfällt, welches bislang mehr oder weniger unbehandelt eingeleitet wird bzw. versickert", verdeutlicht Landrätin Birgit Hesse.

Wasserbehörde setzt Anweisungen um

Umweltminister Till Backhaus bleibt beim Thema Abwasser bei seiner harten Linie. Sein Ministerium wies in einem Schreiben an den Landkreis ausdrücklich daraufhin, dass Verstöße nicht nur Ordnungswidrigkeiten darstellen, sondern auch als Straftaten zu verfolgen sind. Unter Druck geraten könnten dabei auch Mitarbeiter der Unteren Wasserbehörde. Denn sollten sie Kenntnis vom illegalen Einleiten von Abwasser erlangen und nicht einschreiten, würden auch sie sich nach Auffassung des Ministeriums strafbar machen.

Der Landkreis hat in zwischen Anweisungen des Landes umgesetzt und eine Allgemeinverfügung erlassen. Demnach haben Grundstückseigentümer und Nutzungsberechtigte bis zum 31. Dezember 2012 eine moderne Kleinkläranlage oder abflusslose Sammelgruben nachzuweisen. Die Verfügung betrifft sowohl Dauergrund stücke, die nicht zentral erschlossen sind, als auch Wochenend- und Ferienhäuser, Kleingärten und Bootshäuser, bei denen Abwasser anfällt.

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