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Lokales

26. September 2017 | 05:56 Uhr

Kinder zeigen ihre Lieblingsorte

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erstellt am 06.Okt.2010 | 06:31 Uhr

Wittenberge | Die Stadt soll familienfreundlicher werden. Dazu will die Kommune die sogenannte Spielleitplanung anwenden. Die Förderung über den Europäischen Fonds für Regionalentwicklung macht es möglich. In den Fokus rücken mit der Spielleitplanung besonders die Bedürfnisse von Kindern und jungen Leuten. Am Dienstagabend begann das große Planen mit einer Bestandsaufnahme und ersten Ideen.

Für das Planen in den nächsten Jahren und auch das Schaffen von zumindest einem Beispielprojekt hat sich die Stadt Fachplaner an ihre Seite geholt. Dagmar Brüggemann vom Planungsbüro Stadt-Kinder moderierte diese erste Runde. An die 30 Wittenberger hatten sich in der Aula der Rathausschule eingefunden: Verwaltungsvertreter, Abgeordnete, Mitglieder von Vereinen, haupt- und ehrenamtlich mit der Jugendarbeit befasste Wittenberger. Und einige Elbestädter, die einfach mitmachen wollen, "weil es etwas Gutes für unsere Kinder ist", waren gekommen. Daniela Enzmann ist so eine engagierte Wittenbergerin, hat eine sechsjährige Tochter. Die Mutti kann kaum abwarten, dass es los geht. Im "Prignitzer" hat sie von der Spielleitplanung gelesen und fand sofort: "Das ist eine super Idee." Daniela Enzmann will etwas bewegen, verändern. Deshalb hat sie in der Jahnschule, in die ihre Tochter geht, und in deren Hort für die Spielleitplanung geworben. Lehrer und Hortner, vor allem aber Kinder machten mit. Die Einschüler aus der Flexklasse A haben aufgemalt, wo sie in Wittenberge gern spielen, was sie sich wünschen. Die etwas Größeren haben diese Wünsche aufgeschrieben. So möchte Niklas beispielsweise ein Bowlingzentrum extra für Kinder. Nathalie fühlt sich wohl, wenn sie im Park ist und hofft auf einen Wasserspielplatz. Thea hätte gern einen Indoorspielplatz und hat aufgezeichnet, wie sie ihn sich vorstellt.

Die so zu Papier gebrachten Wünsche der Kinder sind bei Petra Lüdtke als stellvertretende Bauamtsleiterin gut aufgehoben. Sie wird sich im Rathaus mit Stadtjugendpflegerin Marina Hebes und Constanze Stehr vom Hauptamt besonders um die Spielleitplanung kümmern. Mit im Boot ist Jens Trommeshauser vom städtischen Sanierungsträger BIG-Städtebau.

In den nächsten Tagen haben aber erst einmal Kinder das Wort. Dagmar Brüggemann erklärt, dass sie auf Streifzüge durch die Stadt gehen, ihr Lieblingsplätze und Geheimverstecke zeigen. Aus anderen Städte weiß die Planerin, "dass es dabei auch schon mal über Zäune und durchs Gebüsch gehen kann". "Wir wollen die Stadträume kennen lernen, die den Kindern am Herzen liegen", sagt Brüggemann. Deshalb werden angehende Erzieherinnen aus dem OSZ beim Streifzug dabei sein, sich diskret im Hintergrund halten und alles notieren. "Denn Spielleitplanung ist viel mehr als Spielplatzgestaltung", sagt die Planerin, obwohl auch sie eine bedeutende Rolle spielt und an mancher Stelle, wie beispielsweise rund um die Bahnstraße fehlt.

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