Kinder lernen Familienglück

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18. August 2009, 08:53 Uhr

Rostock | 110 Kinder leben derzeit in Rostocker Pflegefamilien. 13 von ihnen haben allein im vergangenen Jahr ein neues Zuhause gefunden - dank des Pflegefamilienzentrums. Vor einem Jahr hatte die Stadt die Aufgabe an die Caritas übertragen, Kinder aus sozial benachteiligten Familien zu vermitteln und Pflegeeltern auf ein Leben mit dem fremden Kind vorzubereiten. Der Service rund um die Pflegeelternschaft sollte verbessert werden.

Der freie Träger erstellte ein Konzept und richtete daraufhin das Pflegefamilienzentrum "Das Kind im Blick" am Wilhelm-Külz-Platz ein. Dort werden Pflegeeltern von pädagogischen und psychologischen Mitarbeitern begleitet, die auch Beistand leisten, wenn es mit dem Sprössling zu Konflikten kommt. Die meisten Pflegekinder haben nie ein normales Familienleben kennengelernt . Die Lösung sind stationäre Einrichtungen wie Kinderheime und Wohngruppen. Oder aber Pflegefamilien.

"Die Pflege in stationären Einrichtungen ist in Rostock auf hohen Niveau", sagt Angelika Coors, Leiterin des Amtes für Jugend und Soziales. "Dennoch ist eine Pflegefamilie immer die bessere Wahl." Weil sich Familienleben nur dort lernen lässt. "Wir suchen passende Pflegeeltern für die Kinder - nicht umgekehrt", betont Bernhard Peitz, Geschäftsführer der Caritas.

Die Mitarbeiter des Pflegefamilienzentrums bereiten künftige Pflegeeltern durch Schulungen, Fortbildungen und Beratungen auf ihre neue Aufgabe vor.

Das Jugendamt schätzt die Arbeit der Einrichtung als sehr produktiv ein. Viele Familien machen von den Angeboten Gebrauch. Das Pflegefamilienzentrum arbeitet weiter eng mit dem Jugendamt zusammen. Gemeinsam mit den leiblichen Eltern und den Pflegeeltern entscheiden die Mitarbeiter beider Institutionen, wie die notwendige Hilfe für das Kind gestaltet werden kann.

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