Keine Solarfähre im Naturschutzgebiet?

Wie diese 'Elbsafari' könnte eine Solarfähre aussehen.
Wie diese "Elbsafari" könnte eine Solarfähre aussehen.

Geht es nach dem Willen von Rühstädt und Schönberg, dann soll künftig eine Solarfähre die beiden Elb orte in der Prignitz und Altmark miteinander verbinden. Doch ein Naturschutzgebiet gefährdet das Projekt.

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05. Februar 2009, 06:15 Uhr

Prignitz | Elbüberquerungen aber auch Touren auf dem Strom - so genannte Elbsafaris - mit der Solarfähre sind geplant. Das Amt Bad Wilsnack Weisen ist, so Ordnungsamtsleiter Gerald Neu, bereits in Gesprächen, um einen privaten Betreiber für ein solches umweltfreundliches Gefährt zu finden.

Auf der anderen Elbseite, im altmärkischen Schönberg, hat man noch mehr vor. "Ein Konsultationsstützpunkt Elbsafari soll an der Anlegestelle am Deich entstehen, der auch als Haltepunkt für die Radler und bei Hochwasser für die Deichwache genutzt werden kann", erklärt Schönbergs Bürgermeister Udo Seidel. Auch dieser Stützpunkt soll energietechnisch umweltfreundlich angelegt werden, entweder mit Solardach oder Windrad daneben, beschreibt Seidel. Über die Dorferneuerung seien für das Vorhaben Fördermittel beantragt worden.

Doch dieser Antrag liegt nun erst einmal alles auf Eis. Der Grund: Das Areal am Schönberger Elbdeich liegt in dem Gebiet, das mit der vorgesehenen Erweiterung des Naturschutzgebietes Aland-Elbeniederung dann unter besonderen Schutz fallen würde. "Bei der Beteiligung der Träger öffentlicher Belange haben wir auf unseren Radweg und auch das Solarfähren-Projekt hingewiesen. Bis heute gibt es aber keine Antwort", macht Seidel den gegenwärtigen Sachstand deutlich. So muss Schönberg warten, bis die Abwägung durch das dafür zuständige sachsen-anhaltinische Landesverwaltungsamt erfolgt ist. "Dann erst wissen wir, ob wie mit unseren Einwänden Erfolg haben."

Seidel hofft auf eine positive Antwort, um dann erneut einen Fördermittelantrag stellen zu können. Denn schließlich gehe es ja bei dem gemeinsamen Vorhaben mit der Prignitz nicht allein um eine touristische Attraktion, sondern vorrangig um Umwelterziehung.

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