Engpass in der Kreisstadt : Kein Super-Sprit in Güstrow mehr?

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Einer Tankstelle in der Barlachstadt ist der Sprit ausgegangen. Von Esso in Bauhof wird gemeldet: Alle Super-Sorten ausverkauft. Seit 24. April gibt es kein Super plus, seit Montag sei auch kein Super auf Lager.

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03. Mai 2011, 06:26 Uhr

güstrow | Geht in Güstrow der Sprit aus? Von der Esso-Tankstelle in Bauhof wird gemeldet: Alle Super-Sorten ausverkauft! Verplombte Zapfpistolen lassen keinen anderen Schluss zu, als den von Pächter Eckhard Rydin gestern Vormittag bestätigten: Seit 24. April gibt es kein Super plus, seit Montag sei auch kein Super auf Lager. Selbst E10 sei ausverkauft, aber das störe vermutlich niemanden. Rydin spricht von einem "hausgemachten" Problem. Das Auslieferungslager in Rostock komme mit der Lieferung nicht nach, sein Übriges tue das Fahrverbot für die Tanklaster an Sonntagen. Gerade nach einem Feiertags-Wochenende werde es da eng, seit das E10 eingeführt und überproduziert worden sei, obwohl es keiner abnehme.

Andere Tankstellen in Güstrow haben Rydins Sorgen nicht. Noch gar keine Versorgungsprobleme habe man bei Aral in der Rostocker Chaussee gehabt, heißt es. Beim Mitbewerber gegenüber, Jet, ist es am Montag zwar tatsächlich zu einem kurzzeitigen Engpass gekommen. Zwei, drei Stunden war Super vorgestern nicht erhältlich. Die Ursache liege hier ebenfalls an dem bewussten Montag: Wenn am ersten Tag der Woche noch kein Nachschub aus dem Hamburger Lager eingetroffen ist, dafür aber der Preis von den Kraftfahrern als niedrig empfunden wird...

Das Problem kennt man auch bei HEM in der Verbindungschaussee: Sind dort die Preise unten, drängeln sich die Autofahrer auch mal an einer Säule, weil der andere Tank vielleicht schnell leer ist. Komplett leer - außer E10 - sei man hier aber auch noch nicht gewesen. So ging es auch Conny Altmann, Pächterin der Total-Tanke in der Plauer Chaussee, noch nicht, obwohl sie vom gleichen Auslieferungslager wie die Bauhof-Tankstelle beliefert wird. "Wahrscheinlich haben wir größere Tanks", könne sie nur mutmaßen, warum der Kollege Sorgen hat.

Ein Hintergrund könnte das Baujahr der Tankstellen sein. Anfang der 1990er-Jahre, als es im Osten der sich vereinigenden Republik noch vergleichsweise sehr wenige Tankstellen gab, sind die unterirdischen Lager größer dimensioniert worden. "Ob die Tanks 10 000 oder 30 000 Liter fassen, das ist schon ein Unterschied", gibt Conny Altmann zu bedenken.

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