Kein fester Parkplatz für Kongresshalle

Der Parkplatz vor der Kongresshalle ist eine Katastrophe: Er ist marode und es gibt zu wenig Stellplätze.hans-Jürgen Kowalzik
Der Parkplatz vor der Kongresshalle ist eine Katastrophe: Er ist marode und es gibt zu wenig Stellplätze.hans-Jürgen Kowalzik

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14. April 2010, 07:05 Uhr

güstrow | Trockenen Fußes auch bei Schmuddelwetter in die Sport- und Kongresshalle zu gelangen, das bleibt vorläufig ein Wunschtraum. Die Stadtvertreter schickten einen Antrag der CDU-Fraktion zur Verbesserung der Parkplatzsituation vor dem größten überdachten Veranstaltungsort in der Barlachstadt zur weiteren Diskussion in die Ausschüsse.

Auch der kleinste Nenner wurde kein gemeinsamer. So speckte Torsten Renz, der Einbringer des Antrags, die Vorschläge deutlich ab. Die aus seiner Sicht preisgünstigste Variante sollte ausgewählt werden - und vor allem schnell umgesetzt. Hieße: Vorläufig kein Ausbau einer Parkfläche mit kombiniertem Kleinsportfeld, Beschränkung auf den großen Parkplatz vor der Halle plus Einrichtung eines kleineren Stücks fürs Parken links neben der Halle, das der Stadt Güstrow gehört. Die Renzsche Botschaft: "Die Sport- und Kongresshalle hat sich als Ort für große Sport- und Messeveranstaltungen etabliert. Nun müssen wir dafür Sorge tragen, dass dieser Ruf nicht mehr durch die unbefriedigende Parkplatzsituation wieder verspielt wird." Für die Befestigung der Parkfläche sollte roter Betonstein gewählt werden, so, wie es auch der Bürgermeister auf lange Sicht als kostengünstigste Variante favorisieren würde.

Doch der will eigentlich gar nicht ran an die Flächen, vorläufig jedenfalls nicht. Es sei ein "äußerst seltenes Ereignis", so Arne Schuldt, dass es mal keine Parkflächen mehr gibt. Zudem seien rund um die Kongresshalle eine "erhebliche Menge" an Parkplätzen vorhanden, auch der Weg vom Spaldingsplatz sei aus seiner Sicht zumutbar. Und da die Stadt jeden Groschen nur einmal ausgeben könne, sei gut zu überlegen, wo das Geld hinfließt. Der dringende Rat des Bürgermeisters: Verweis des Antrags in die Ausschüsse.

SPD-Fraktion (Hans-Georg Kleinschmidt) und Die Linke (Manfred Millow) positierten sich hinter dem Bürgermeister, ebenso die FDP (Sascha Zimmermann). Damit hatte der CDU-Antrag keine Chance. Der Versuch Lothar Filas (FWG), wenigstens den Kern des Vorhabens zu retten, nämlich nur über den Ausbau des aktuellen Parkplatzes abzustimmen, wurde mehrheitlich auch abgeschmettert.

Torsten Renz wollte da die Welt nicht mehr verstehen: "Da hat die Verwaltung eine super Zuarbeit geleistet. Wir schlagen keineswegs die teuerste Variante vor, sondern eine, die sofort umgesetzt werden könnte… Wir schieben das Thema jetzt schon zwei, drei Jahre vor uns her! Ich bin aber der Auffassung, dass jetzt damit begonnen werden muss."

Jetzt - das würde ohnehin nicht mehr dieses Jahr sein. Denn für den Haushalt 2010 ist der Zug abgefahren. Was aus Renz Sicht möglich sei, wäre wenigstens die Planung in diesem Jahr. Die dafür nötigen rund 20 000 Euro (geschätzt) sollten laut Renz aus der Rücklage genommen werden, die nach der vom Bürgermeister gerade vorgelegten Jahresrechnung aus 2009 um 302 000 Euro anschwillt. Ein Teil davon wird nun weiter für regelmäßige provisorische Glättungen der weiter unbefestigten Oberfläche drauf gehen.

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