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Lokales

13. Dezember 2017 | 02:45 Uhr

Kaum Frostschäden auf Rapsfeldern

vom

svz.de von
erstellt am 03.Apr.2011 | 05:48 Uhr

Prignitz | Während in Mecklenburg-Vorpommern viele Landwirte ihre Rapsfelder umbrechen, neue Saat ausbringen müssen, haben Prignitzer Bauern nur wenig Grund zur Klage über Frostschäden. "Die Verluste halten sich in Grenzen", sagt Ulrich Kieback, Vorsitzender des Kreisbauernverbandes und Vorstand der Agrargenossenschaft Halenbeck. "Allerdings hat der harte Frost im Boden die Wurzeln der Pflanzen von der Wasserversorgung abgeschnitten, so dass ein Teil der Saat vertrocknet ist", so Kieback.

Dazu komme die späte Ernte im vergangenen Jahr, die die Aussaat verzögerte. "Durch den frühen Wintereinbruch hatte ein Teil der Pflanzen nicht genügend Gelegenheit, kräftig genug für den Winter zu werden", so Kieback. Das Wintergetreide hingegen habe die Kälte unerwartet gut überstanden.

Rund 30 Prozent der Prignitzer Ackerfläche sind mit Raps bestellt. Bis Mitte April müssten die Landwirte entscheiden, ob sie umbrechen oder geringere Erträge einplanen. "Sommergerste oder Mais kann man noch ausbringen, für Raps ist es zu spät", so der Experte. In Halenbeck selbst sind von den rund 800 Hektar Raps 25 betroffen. "Wir pflügen die Pflanzen unter, bauen Mais als Futter für unsere Kühe an."

Ähnlich gering sind die Verluste bei der Agrargenossenschaft Karstädt. "Auch auf unseren Feldern gibt es Frostschäden", sagt Vorsitzender Lothar Pawlowski. "Von den 400 Hektar Raps haben wir sechs Hektar umgebrochen und mit Hafer neu bestellt."

Vom Umbruch abgesehen hat die Agrargenossenschaft Quitzow. "Wir haben die Bestände kontrolliert und festgestellt, dass die Schäden so gering sind, dass sich ein Umbruch nicht lohnt", sagt Ulrich Jura, Leiter der Abteilung Feldbau. "60 der 273 Hektar mit Raps sind betroffen. Wir nehmen geringere Erträge in Kauf, als das alles neu zu bestellen."

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