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Lokales

16. Dezember 2017 | 19:53 Uhr

Karstädt investiert Millionen

vom

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erstellt am 01.Aug.2010 | 07:05 Uhr

Karstädt | Die Agrargenossenschaft Karstädt macht sich fit für die Zukunft. "2015 läuft EU-weit die Milchquotenregelung aus, darauf wollen wir uns einstellen", erklärt Vorsitzender Lothar Pawlowski den Hintergrund einer 3,4 Millionen Euro-Investition (einschließlich Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen), mit der am 10. Juni begonnen wurde.

Die Stallanlage einschließlich Melkkarussell mit 40 Plätzen, die die Agrargenossenschaft für ihre Milchproduktion nutzt, entstand 1975 als 2000-er Milchviehanlage. Aktuell stehen hier 1180 Milchkühe. "Wir haben zwar in den 90er Jahren bei laufender Produktion einiges modernisiert, doch ist das Karussell jetzt materiell verschlissen, so dass für die Zukunft etwas Neues, Modernes und Leistungsfähiges entstehen muss", erklärt der Agrarchef.

Gebaut werden soll ein Außenmelker, der nicht in der alten Stallhülle steht. "Wir blicken mit den 60 Plätzen voraus in die nächsten 20 Jahre, um effektiv und weiterhin in hoher Qualität arbeiten zu können, denn unser klares Ziel ist, den Milchstandort Karstädt auch für die Zukunft zu erhalten", unterstreicht Lothar Pawlowski.

Doch nicht nur ein neuer Außenmelker soll gebaut werden. Da dafür auch Vor- und Nachwartehöfe gebraucht werden, fällt künftig das jetzige Band 6 mit 200 Kuhplätzen weg. "Aber wir wollen weiterhin unsere Quote von rund 10 000 Tonnen Milch ausschöpfen. Als Ersatz entsteht daher als erstes ein Stallanbau mit Platz für 360 Kühe. Mit viel Luft und Licht, größerem Aktionsradius für die Tiere, die damit lockerer stehen können. Das neue Seitenschiff wird mit 35 Metern zwölf Meter breiter sein als die alten Ställe."

Stehen werden hier die Kühe der 1. Laktationsphase. Pawlowski ist überzeugt, dass die Tiere den höheren Kuhkomfort mit besonders guter Leistung danken werden. "Wir haben in den vergangenen Jahren bereits damit begonnen, die Giebel der einzelnen Stallschiffe zu öffnen, um mehr Luft und Licht herein zu lassen", fügt der Agrarchef an.

Bei kalter Witterung können die Öffnungen mit Jalousien geschlossen werden. Belegt werden soll der neue Stalltrakt im IV. Quartal 2010. Parallel dazu beginnt der Bau des neuen Außenmelkers. Ziel ist, das Karussell Mitte 2011 in Betrieb zu nehmen.

Mit der Stallerweiterung ist auch eine Erweiterung der Güllekapazität nötig. "Mit unseren Becken waren wir bisher schon am Limit und werden daher noch zwei Güllerundbecken mit einem Fassungsvermögen von je 6000

Kubikmetern bauen", erläutert Lothar Pawlowski. Die Rohgülle liefert die Genossenschaft seit mehreren Jahren an das benachbarte Biogasunternehmen Biokraft GmbH und erhält sie zum Ausbringen auf die Felder als Gärsubstrat zurück.

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