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Lokales

26. September 2017 | 23:57 Uhr

Karpfennachwuchs in Prignitzer Seen

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svz.de von
erstellt am 24.Okt.2010 | 06:34 Uhr

Perleberg | Insgesamt 4500 Kilo zweisömmrige Karpfen wird der Kreisanglerverband Perleberg in der Prignitz in den nächsten Tagen erhalten. Die ersten 2,5 Tonnen kamen jetzt aus den Aufzuchtteichen in Rieschen per Hälter fahrzeug über die Straße. Sie wurden an jene Anglervereine ausgegeben, die Gewässer betreuen und pflegen, ist von Norbert Markwart, Kreisgewässerwart, zu erfahren.

Rund 730 Hektar fließendes und stehendes Gewässer haben die organisierten Petrijünger im Landkreis in ihrer Obhut, "Karpfen werden aber ausschließlich in stehende Gewässer eingesetzt. Und das erfolgt im Herbst. Die Fische haben da noch ausreichend Zeit, ihr neues Zuhause zu inspizieren und sich einen Winterstand zu suchen", erläutert Markwart.

Zu den größten stehenden Gewässern im Landkreis zählen der Rudower See mit 160 Hektar Wasserfläche, der Garliner See und der Friedensteich in Wittenberge. Im Ranking der fließenden Gewässer nimmt die Elbe den ersten Platz ein. Aber auch Stepenitz, Dömnitz, Löcknitz und Karthane gehören zu den beliebten Angelgebieten der Prignitzer, listet der Kreisgewässerwart auf, der zugleich auch Vorsitzender des Angelvereins Stepenitz e. V. ist.

Die Karpfen, die aus der Lausitz in die Prignitz kamen, werden einen weiteren Sommer verbringen, bevor sie dann die Größe und das Gewicht haben, um an den Harken zu können. "35 Zentimeter ist das Mindestmaß, doch für Angler sind diese Fische erst zwischen 50 und 60 Zentimeter interessant", fügt Norbert Markwart an. Allerdings gebe es immer wieder auch vermeintliche Hobby-Angler, die entgegen aller Bestimmungen aus dem Wasser holen, was anbeißt. "Wir werden die besetzten Gewässer natürlich verstärkt kontrollieren", betont der Kreisgewässerwart.

Ausschlaggebend für die Menge an Neubesatz, die der Landesanglerverband zentral einkauft und dann an die Kreisanglerverbände verteilt, sind die Fangbücher, die nicht zuletzt Auskunft darüber geben, wie die Gewässer befischt wurden. Da sich die Karpfen im Regelfall, Ausnahmen sind ganz heiße Sommer, in unseren Breiten nicht vermehren, müsse stets für neuen Besatz gesorgt werden.

"In diesem Jahr haben wir allerdings eine größere Menge an Karpfen bekommen", räumt Markwart ein. Der Grund: Durch den letzten sehr langen und harten Winter seien viele Fische, gerade auch Karpfen, unter der zum Teil sehr dicken Eisdecke verendet. Schneefenster und auch Eislöcher halfen da wenig. "Unsere Ausfallquote lag zwischen 3000 und 4000 Kilo", überschlägt der Kreisgewässerwart. Avisiert sind so auch noch rund 100 Kilo Schleie und 50 Kilo Zander. Letztere werden aber ausschließlich im Rudower See eingesetzt.

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