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Lokales

23. November 2017 | 21:23 Uhr

Karbow-Vietlübber weiten Protest aus

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erstellt am 04.Okt.2010 | 06:50 Uhr

Karbow-Vietlübbe | Sie wollen weiter ein Zeichen gegen die geplante Legehennenanlage setzen: Die Mitglieder des Vereins zur Förderung von Natur, Ökologie und Lebensfreude in der Region der Lehm- und Backsteinstraße e. V. (NöL e.V.) haben nun ein Protestschild an der L 17 zwischen den Ortsteilen Karbow und Vieltübbe aufgestellt. An dieser Stelle wird trotz massiver Bürgerproteste eine 40 000er-Legehennenanlage errichtet.

Der Verein NÖL e.V. ist Mitglied in dem bundesweiten Netzwerk "Bauernhöfe statt Agrarfabriken". Ziel dieses Netzwerks sei es, gemeinsam mit der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) die Förderung und Beschönigung dieser Tierquälerei und Überproduktion zu beenden, so die Vereinsmitglieder. Sie sehen sich in ihrer Einschätzung eines bevorstehenden Zusammenbruchs des Hähnchenmarktes durch eine Marktanalyse des Geflügelmarkt-Experten Prof. Hans-Wilhelm Windhorst bestätigt. Demzufolge werde schon 2011 und danach noch verstärkt weit über die Aufnahmefähigkeit der deutschen, der europäischen und voraussichtlich auch der internationalen Märkte hinaus produziert. Windhorst warnt, infolge dieser Überschüsse werde in der ganzen Produktionskette bald kein Geld mehr verdient werden. Es werde "zu einer Reduzierung der Kapazität kommen oder auch zu einem Zusammenbruch ganzer Produktionsketten" kommen.

Die Inbetriebnahme von Hennenanlage wie zwischen Karbow und Vietlübbe führe neben fraglichen tierschutzrelevanten Aspekten auch zu höheren Emissionsbelastungen. Filteranlagen sind beim Bau aus Kostengründen nicht vorgesehen - die Anwohner befürchten eine erhöhte Geruchs-, Ammoniak- und Keimbelastung. Das bundesweite Netzwerk "Bauernhöfe statt Agrarfabriken" von mehr als 100 Bürgerinitiativen will weiter massiven Druck machen für ein Bauverbot von Agrarfabriken, für bessere Tierhaltungsvorschriften und für die Förderung einer artgerechten Nutztierhaltung in bäuerlicher Hand. Wer sich für diese Arbeit interessiert, kann sich beim NÖL-Vorsitzenden Bruno Blume unter der Nummer 038737/ 339 150 melden.

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