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Kultband begeisterte Publikum auf der Dömitzer Festung : Karat-Rock brach alle Dämme

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Die Wirren der Wiedervereinigung hat dieses Kulturgut der ehemaligen DDR überlebt. Die Rockband Karat hat sich in der harten Musikbranche der deutschen Rockmusik bis heute behauptet.

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erstellt am 03.Jul.2011 | 06:32 Uhr

Dömitz | Die Wirren der Wiedervereinigung hat dieses hohe Kulturgut der ehemaligen DDR überlebt. Die Rockband Karat ist nicht im Sumpf "Alles muss neu" mit untergegangen, hat sich in der harten Musikbranche der deutschen Rockmusik behauptet. Weshalb die Rock-Musiker nach 35 Jahren weiterhin Erfolgsgeschichte produzieren, dass begeisterte am Sonnabend ein hundertfaches Dömitzer Publikum, das vor der Festungsbühne im strömenden Regen dem Karat-Auftritt entgegenfieberte, um die Musiker dann zu genießen und frenetisch zu feiern.

Das Vorprogramm im prasselnden Regen bestritt Nachwuchstalent Svenja Leopold. Gerade hat die Niedersächsin ihr Abitur am Dömitzer Gymnasium gebaut, nebenbei ihre erste CD aufgenommen. Auf der Bühne verkaufte sie sich brillant, erinnerte im Gesang an die legendäre Joan Baez.

Mit dem Titel "Jede Stunde" war beim Publikum jeder Regentropfen vergessen, es brachen dann alle Dämme bei den Karat-Fans. Die Band schöpfte aus dem Pool einstiger Superhits. Darauf warteten auch Heidi und Frank Kascheike aus Karenz, die die Band bislang nur von der LP her kannten. Auch Burkhard Grimm und Elke Seide aus dem nahen westelbischen Wustrow wollten ihre Jugendidole live erleben, so wie die Ahlbergs aus Berlin, Güstrow und Dömitz, die unter Regenumhängen ihre Kultband genossen. Karat zeigte damals wie heute mit "Der blaue Planet", "Über sieben Brücken", mit dem "Schwanenkönig" und aus dem neuesten Album mit "Weitergehen" oder "Steh auf", dass ihre Musik von feinsinnigen Texten und eingängigen Klängen lebt. Was aktuellen Superhits oftmals fehlt, sind längere instrumentale Passagen, die bei Karat in Dömitz von Gitarrist Bernd Römer und Bassist Christian Römer zum musikalischen Juwel gelangen - musikalische Zeit und Klasse, die sich Karat auch nach 35 Jahren leistet.

Mit Frontmann Claudius Dreilich erhielt die Band im Jahre 2005 einen Sänger, der die Lücke des nach kurzer Krankheit verstorbenen Vaters Herbert lückenlos schloss. Einige der neueren Texte stammen aus der Feder Angela Peltners von der Udo Lindenberg-Stiftung. "Mit Udo und Peter Maffey kommen wir seit den 70er Jahren öfter zusammen", erfuhr Veranstalter Martin Larsen von Keyboarder Martin Becker vor dem zweiten Karat-Konzert in Dömitz.

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