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Lokales

19. August 2017 | 13:28 Uhr

Kaninchen auf dem "Laufsteg"

vom

Grabow | Was haben Deutsche Riesen, Blaue Wiener, Rote Neuseeländer und Thüringer gemeinsam? Genau! Sie alle trafen sich am Wochenende mit ihren Züchtern zur 16. Kreisjungtierschau im Grünen Steig.

Eingeladen hatten die Mitglieder des Kaninchenzuchtvereins M5 Grabow e.V. 23 Züchter mit insgesamt etwa 180 Tieren waren der Aufforderung gefolgt. "Mit dem Meldeergebnis zur diesjährigen Jungtierschau können wir nicht zufrieden sein. Es haben sich zehn Aussteller weniger beteiligt. Das sind etwa 100 Tiere weniger als sonst ", beklagte Axel Ketelhöhn, Kreisverbandsvorsit zender und Ausstellungsleiter. Als Gründe nannte der Wöbbeliner das kalte Frühjahr mit seinen schlechten Wurfergebnissen und die seit über 20 Tagen anhaltenden hohen Temperaturen, die offensichtlich viele Züchter abhielten, ihre Langohren auf dieser Leistungsschau zu präsentieren. Diese Ausstellung, so der 45-Jährige weiter, auf der auch in diesem Jahr wieder hervorragende Rassekaninchen gezeigt worden seien, diene neben dem Erfahrungsaustausch unter Züchtern auch dem Erwerb von Tieren für die weitere Zucht. So habe jede Sammlung einen Ehrenpreis erhalten. Die drei höchsten Kollektionen seien durch die Jugendlichen gestellt worden, die dafür mit dem Bürgermeister-Preis bedacht würden. "Ganz besonders möchte ich den Züchtern danken, die sich jahrelang an den Schauen in Grabow mit Erfolg beteiligen und ihre Kaninchen einer breiten Züchterschar vorstellen", betonte der Kreisvorsitzende weiter. Den diesjährigen Wanderpokal, so Ketelhöhn, teilen sich Günter Barghan aus Hagenow vom M 60 Wittenburg sowie Joachim Schilke aus Grabow vom M 5. Beide haben 32,22 Punkte für ihre Tiere erhalten.

"Ich züchte seit 1967 Kaninchen. Bin damals mehr durch Zufall dazu gekommen. Aber als Rentner habe ich jetzt viel Zeit für mein Hobby", erzählte der 71-jährige Barghan, der 43 Tiere aus drei Rassen sein Eigen nennt. Die Auszeichnung hat der Senior für seine Rex Schwarz erhalten. Ansonsten züchtet er Kaninchen der Rassen Sachsengold und Thüringische Farbzwerge. "Jeden Tag muss ich mich bis zu fünf Stunden um meine Tiere kümmern", verriet der Hagenower. Sein Züchterkollege Joachim Schilke nickt verständnisvoll, bindet der 67-Jährige doch jeden Tag mindestens genauso viel Zeit ans Bein. Der Eldestädter hat 2004 die Alaska-Kaninchen von seiner Tochter übernommen, die durch ihre Lehre kaum noch Zeit für die puscheligen Vierbeiner hatte. "Heute besitze ich bereits 32 Tiere", erklärte der Wanderpokal-Mitbesitzer.

"Sieben Züchter haben dieses Jahr die selbe Punktzahl von 32,22. Da fiel die Auswahl recht schwer", gestand Axel Ketelhöhn. So gehört die Zuchtgemeinschaft Julia Rosin und Stefan Roock aus Malk Göhren ebenfalls zu den herausragenden Bewertungen. Beide sind seit 2006 im Grabower Zuchtverein und befassen sich mit den Hellen Großsilber sowie Zwergwiddern. "Mein Vater hatte schon über 30 Jahre lang Kaninchen. So bin ich da reingewachsen", verriet der 25-jährige Roock. Seine Lebensgefährtin Julia Rosin unterstützt sein Hobby durch aktives Mitmachen. "Ich mag die Zwergwidder ganz besonders", sagte die 24-Jährige.

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erstellt am 01.Aug.2010 | 05:50 Uhr

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