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Lokales

19. Oktober 2017 | 11:03 Uhr

Kahlschlag erzürnt die Gemüter

vom

svz.de von
erstellt am 03.Sep.2010 | 04:58 Uhr

Malliß | Nachdem in der Nähe des neuen Hortes, der derzeit mit Fördermitteln des Konjunkturpaketes um- und ausgebaut wird, das davorliegende Wäldchen den Motorkettensägen zum Opfer gefallen war, macht sich zunehmend Unmut unter den Anwohnern breit. Zumal die gefällten Bäume immer noch auf dem Boden liegen und nichts mit ihnen passiert. In der Tat kein besonders schöner Anblick, der sich all denen bietet, die tagtäglich von der Schule kommen, zu ihr hin müssen oder im Neubau wohnen.

"Musste das wirklich sein, dass alle Eichen gefällt werden", fragte am Rande der jüngsten Gemeindevertretung Peter Sturm aus Malliß. Er hätte sich gewünscht, dass hier kein Kahlschlag veranstaltet worden wäre. "Schließlich haben die Bäume mit dazu beigetragen, dass das dörfliche Grün im Ort nicht nur leere Worte sind." So wie Sturm geht es auch anderen Einwohnern der Gemeinde, wie SVZ in einigen Gesprächen erfuhr. Selbst die Feuerwehr hätte den Platz vor ihrer Haustür wohl gern weiterin als beständigen Blätterwald gesehen.

Bürgermeisterin Brigitte Gäth hat Verständnis für den Unmut vieler Mallisser. Dennoch habe es keine andere Möglichkeit gegeben, als die Bäume zu fällen, sagt sie. "Ein Teil der Eichen war bereits krank gewesen. Außerdem stellte die Windneigung einiger Bäume leider schon eine ernsthafte Gefahr für das Hortgebäude dar. Da mussten wir als Gemeinde einfach handeln. Deshalb wurde das Terrain auch umgewandelt", betont die Dorfobere und spricht davon, dass der parkähnliche Charakter dieser Fläche erhalten bleiben solle. "Wir werden neue Bäume als Ausgleich anpflanzen", kündigt sie weiter an. Vom ehemaligen Wäldchen bis zum Schulortstandort, zu dem auch der Hort zählt, müsse ein gewisser Sicherheitsabstand eingehalten werden, erfahren wir desweiteren von der Mallisser Bürgermeisterin. Das sei nun mal so Vorschrift, bekräftigt sie auf Nachfrage.

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