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Schwerin: Beschlussvorschlag : Käufer für Werderklinik gefunden

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Seit Langem versucht die Landeshauptstadt, die ehemalige Werderklinik zu verkaufen. Jetzt will eine Schweriner Investorengruppe 1,85 Millionen Euro für das knapp zweieinhalb Hektar große Areal bezahlen.

svz.de von
erstellt am 17.Nov.2011 | 01:12 Uhr

Seit Langem versucht die Landeshauptstadt, die ehemalige Werderklinik zu verkaufen. Jetzt hat die Verwaltung dem Hauptausschuss einen Beschlussvorschlag vorgelegt. Danach will eine Schweriner Investorengruppe 1,85 Millionen Euro für das knapp zweieinhalb Hektar große Areal bezahlen. Neben dem Abriss einiger Gebäude und der Sanierung von Denkmalen ist der Neubau etlicher Häuser vorgesehen. Sowohl Wohnen als auch öffentliche Infrastruktur für Bildung, Dienstleistung und freie Berufe sollen nach den bisherigen Plänen möglich sein.

Im Januar dieses Jahres hatte die Verwaltung ein Interessenbekundungsverfahren gestartet. Darauf meldeten sich 19 Interessenten. Nach Durchsicht der Angebote wurde mit drei Bewerbern ernsthaft verhandelt: Mit der Firma Heitkamp sowie mit zwei Schweriner Investoren.

Das Unternehmen Heitkamp, das ein Angebot zusammen mit VR-Immo unterbreitet hatte, fiel aus den weiteren Gesprächen heraus. "Unter dem Gesichtspunkt des abgegebenen Angebotes in Höhe des Verkehrswertes, einer 70-prozentig gewerblichen Nutzung, einer großflächigen Versiegelung und einer zwingenden Option einer vorgeschalteten Anhandgabe wurde das Angebot zurückgestellt", heißt es in der Vorlage.

Die beiden weiteren Offerten boten etwa gleichwertige Ansätze, so die Stadtverwaltung. Ausschlaggebend für die nun favorisierte Lösung war das um 75 000 Euro höhere Gebot gegenüber dem Mitbewerber.

Das von der Verwaltung bevorzugte Konzept sieht unter anderem die denkmalgerechte Sanierung des Haupthauses, des Pförtnerhauses an der Werderstraße, eines Einfamilienhauses und des Gartenhauses vor. Die alte Wäscherei und das Heizhaus sind zwar auch denkmalgeschützt, aber inzwischen marode. Wenn nachgewiesen wird, dass eine Sanierung unwirtschaftlich ist, dürften sie abgerissen werden.

An Neubauten sind auf dem Areal sieben Häuser vorgesehen. Der parkähnliche Charakter soll erhalten bleiben, Parkplätze werden in die Grünflächen eingefügt, Großbäume bleiben erhalten.

Wenn alle Genehmigungen rechtzeitig vorliegen, so die Investoren, könnte im zweiten Quartal 2012 mit den Bauarbeiten begonnen werden. Erstes Objekt wird das Haupthaus, der so genannte Demmlerbau sein. Insgesamt ist eine Bauzeit von vier Jahren vorgesehen.

Der Vorschlag der Verwaltung wird jetzt in den Ausschüssen beraten. Auf ihrer Dezembersitzung könnten dann die Stadtvertreter endgültig entscheiden, so jedenfalls der Fahrplan.

Offenbar gibt es aber schon erste Vorbehalte, hieß es aus Hauptausschuss. Der Grund: Am Ziegelsee werden bereits jetzt hochwertige Wohnungen gebaut. Weitere sollen im Bereich der ehemaligen Waisenhausgärten entstehen. Es gibt die Befürchtung, dass ein Überangebot in Schwerin entstehen könnte und Wohnungen unverkäuflich bleiben.

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