zur Navigation springen
Lokales

18. Oktober 2017 | 09:28 Uhr

Käufer für Bahnhof Blankenberg gesucht

vom

svz.de von
erstellt am 12.Sep.2010 | 06:00 Uhr

Blankenberg/Brüel | Die Bahn verkauft Empfangsgebäude, die für den Eisenbahnbetrieb nicht mehr notwendig sind. "In Mecklenburg-Vorpommern stehen aktuell rund 35 Empfangsgebäude zum Verkauf", sagt Burkhard Ahlert, Pressesprecher der Bahn für Berlin/Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern. Ein Käufer wird auch für die Bahnhöfe in Brüel und Blankenberg gesucht. "Wirtschaftliche Aspekte lassen eine Betreibung der oftmals großen und sanierungsbedürftigen Anlagen nicht zu, da die Bahn die vorhandenen Mittel für einen größtmöglichen Kundennutzen einsetzen muss", begründet Ahlert. Für eine neue und tragfähige Nachnutzung unterstütze die Bahn insbesondere die Veräußerung an Kommunen, sagt er. "Die Bahn hat uns das unter Denkmalschutz stehende Gebäude für einen Euro angeboten. Aber was sollen wir als Gemeinde damit? Das Gebäude ist in einem schlimmen Zustand", sagt Blankenbergs Bürgermeister Peter Davids. Besonders ärgerlich: Das Empfangsgebäude steht mitten im Dorf und an einer intakten Bahnlinie, so der Bürgermeister. "Da steigen jeden Tag Bahnreisende ein und aus. Wir bemühen uns als Gemeinde ja um die dortige alte Post und haben auch Interesse an dem Quergebäude, in dem früher Eisenbahner gewohnt haben. Die Post würden wir beräumen lassen und für das Quergebäude gibt es auch schon Ideen", sagt Peter Davids.

Mehr Glück zumindest mit dem Standort des Bahnhofgebäudes - am Stadtrand gelegen - hat Brüel. Vernagelte Fenster und Türen gibt es auch hier, aber bislang keinen Interessenten. Die Stadt selbst hat keinen Bedarf.

Pressesprecher Ahlert: "Die Bahn ist zuversichtlich, auch mittelfristig für die Empfangsgebäude in Brüel und Blankenberg Interessenten zu finden".

Mehr Glück nach der Stilllegung der Strecke Karow - Wismar für den Personenverkehr hatten die Bahnhofsgebäude in Borkow, Dabel, Sternberg, Weitendorf und Warin.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen