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Lokales

13. Dezember 2017 | 21:49 Uhr

Junge Frau bringt Mieter um Schlaf

vom

svz.de von
erstellt am 19.Aug.2010 | 05:05 Uhr

Sternberg | Sechs Mietparteien wohnen in dem Haus in der Seestraße in Sternberg. Die meisten Bewohner sind schon über 80 Jahre alt. Man sei immer gut ausgekommen, sagt eine Mieterin im SVZ-Gespräch. Seit allerdings eine 18-Jährige mit in dem Haus wohnt, kämen die anderen kaum noch zur Ruhe. Lärm bestimme den Alltag, oftmals auch in der Nacht. Technomusik schrille durch die Wände und oft werde auch mit Besuchern gefeiert. Viele Mieter wüssten sich jetzt nur noch mit Schlaftabletten zu helfen. Der Hauseigentümer sei über die Vorfälle schon vor Monaten durch eine schriftliche Eingabe informiert worden, sagt die Frau.

Das Haus in der Seestraße ist Eigentum der Sternberger Wohnungsbaugesellschaft (Stewo). "Uns ist das Problem bekannt", sagt Geschäftsführerin Regina Nienkarn. Die Stewo habe im Juni erstmals Kenntnis davon erhalten, was sich in dem Haus abspielen solle, sagt sie. Eine Einladung zu einem persönlichen Gespräch habe die junge Mieterin allerdings nicht angenommen. "Jetzt läuft die Angelegenheit über einen Rechtsanwalt. Die Kündigung ist rausgegangen", sagt Regina Nienkarn. Die Frage, ob sich die Stewo wiederholt mit Ruhestörungen und darauf folgende Beschwerden von anderen Mietern befassen müsse, bejaht die Geschäftsführerin.

Das Problem kennt auch Wolfgang Klein, Leiter des Polizeireviers in Sternberg. "Wenn wir dann zu der betreffenden Wohnung kommen und denjenigen darauf aufmerksam machen, wird die Musik leiser gestellt und bleibt es auch, solange ein Beamter vor Ort ist. Sind wir weg, geht die Ruhestörung manchmal aber auch wieder los", weiß er. Gerade deshalb appelliert Klein aber dafür, bei solchen Vorkommnissen die Polizei einzuschalten.

Denn in den meisten Fällen bleibt es anschließend ruhig, weil der Betreffende Einsicht zeigt. Wenn das nicht der Fall ist, kann Anzeige wegen ruhestörenden Lärms erstattet werden, was auch eine Geldbuße nach sich ziehen kann. "In der Regel sind es der Freitag und der Sonnabend, an denen Kollegen zu solchen Einsätzen gerufen werden. Oftmals ist auch Alkohol im Spiel. Ab einem gewissen Pegel scheint mancher leider kein Gespür mehr für Lautstärke zu haben", meint er. Insgesamt halten sich solche Einsätze im Sternberger Bereich aber in Grenzen, weiß er.

Dass sich in der Seestraße des Öfteren Mieter von lauterer Musik gestört fühlen, war Wolfgang Klein bislang nicht bekannt.

Besagte Mieterin, die gegenüber SVZ auch für die anderen älteren Betroffenen in dem Haus in der Seestraße spricht, sagt dazu, dass man meine, es habe ohnehin wenig Zweck , die Polizei zu verständigen. Seien die Beamten wieder weg, würde alles von vorn beginnen...

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