Junge Frau bei einem Brand in der Altstadt leicht verletzt

In diesem Hausflur hat es gebrannt.
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In diesem Hausflur hat es gebrannt.

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15. Februar 2010, 06:34 Uhr

Boizenburg | Boizenburg stand am Wochenende möglicherweise nur knapp vor einer Katastrophe. Im Herzen der historischen Altstadt hat es gebrannt. Das Feuer brach in einem als Durchgang und Abstellraum für Mülltonnen genutzten Hausflur aus. Zum Glück bemerkten aufmerksame Nachbarn rechtzeitig die Flammen. Geistesgegenwärtig versuchten sie umgehend, diese zu löschen und alarmierten gleichzeitig die Rettungskräfte. Das war am frühen Sonnabendmorgen.

2.21 Uhr alarmierte die Einsatzleitstelle Westmecklenburg die Freiwillige Feuerwehr Boizenburg. Nur fünf Minuten später verließen die ersten Einsatzkräfte die Feuerwache "Adolf Hansen" im Lauenburger Postweg. Ihr Ziel war die Baustraße 23, wo alte Teppiche und Unrat brannten. Dieter Witschel leitete den Löscheinsatz der 18 Kameraden, die mit drei Fahrzeugen angerückt waren. Zugführer Dirk Bönning erinnerte sich an die extreme Rauchentwicklung, die nur unter Atemschutzmasken eine Brandbekämpfung ermöglichte. Weil die ehrenamtlichen Lebensretter das Gebäude mit einem Hochdruckgerät anschließend noch lüfteten, zog sich dieser Einsatz etwas in die Länge. 3.18 Uhr konnte Dieter Witschel wieder die volle Einsatzbereitschaft melden.

Nach Angaben eines Sprechers der Polizeidirektion Schwerin musste eine 21-Jährige mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung im Krankenhaus behandelt werden. Weil die Rettungskräfte des ortsansässigen ASB-Ortsverbandes zu diesem Zeitpunkt in Richtung Bennin zu einem Einsatz unterwegs waren, kam es, wie der Hauptgeschäftsführer Michael Schilling gegenüber unserer Redaktion sagte, einmal mehr zu einer länderübergreifenden Zusammenarbeit. Schnelle Hilfe kam aus dem schleswig-holsteinischen Basedow von der dortigen DRK-Rettungswache. Der entstandene Sachschaden in der Baustraße beträgt nach ersten Schätzungen rund 10 000 Euro. Die Kripo hat ihrerseits die Ermittlungen aufgenommen. In diesem Fall ist das Chefsache. Der Leiter der Boizenburger Außenstelle des Kriminalkommissariats der Polizeiinspektion Ludwigslust begab sich gestern auf Spurensuche. Einen technischen Defekt schloss Kriminalhauptkommissar Torsten Paetow aus. Dafür gebe es keinerlei Anhaltspunkte. Für ihn sei lediglich zu klären, ob es sich um fahrlässige oder vorsätzliche Brandstiftung handeln würde.

Erika Will hatte von alldem nichts mit bekommen. Dabei wohnt die Ortschronistin nur zwei Häuser vom Ort des Geschehens entfernt. Sie ist wirklich froh, dass Anwohner so schnell reagiert hatten. Wer weiß, wie das sonst ausgegangen wäre, meinte sie.

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