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Lokales

24. August 2017 | 12:36 Uhr

Junge Bützower entdecken die Welt

vom

Bützow | Fremder Kontinent, fremde Menschen, fremde Kultur. Während der Schulzeit oder nach dem Abitur zieht es viele junge Menschen in die Ferne. Thomas Hamann und Johannes Lenschow sind von ihren Auslands abenteuern nach Hause zurückgekehrt. Was für Erfahrungen haben die beiden jungen Männer gemacht? SVZ fragte nach.

Thomas Hamann absolvierte ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) als Zivildienstersatz über den Verein "Freunde der Erziehungskunst Rudolf Steiners" in Australien. Für den Aufenthalt hat er vor seiner Reise Spenden gesammelt. 22 Flugstunden von Deutschland entfernt, verbrachte der 19-Jährige fast ein Jahr in Australien. "Für elf Monate arbeitete ich an einer Waldorfschule in Adelaide, Südaustralien, als Aushilfslehrer und Hausmeister", sagt der junge Mann. Zu seinen Aufgaben gehörten Büroarbeiten, Rasen mähen, Deutsch unterrichten in der High School, Hausaufgabenbetreuung und die Betreuung auf Klassenfahrten. Thomas Hamann hat mehr vom Land gesehen, "als ich erwartet hätte." Jetzt, wo er wieder zu Hause ist, hat er viel zu erzählen: Zusammen mit den Schülern war er segeln auf dem Golf St. Vincent, wandern in den Blue Mountains und auf dem Murry River Kanu fahren. "Außerdem war ich an Silvester in Sydney, am Ayers Rock und im Regenwald in Queensland und auf Kangaroo Island", erzählt der Bützower begeistert. Das tollste Erlebnis während seiner Zeit auf dem fünften Kontinent: "Ohne Frage das Tauchen im Great Barrier Reef", erinnert sich der Maturant freudestrahlend. Er habe die Freiheit genossen, die die Größe des Landes hergebe. "Das Land ist riesig und man kann wirklich unberührte Natur entdecken. Das Besondere und das Historische an dem Land Australien liegen in der Natur und der Kultur der Ureinwohner." In Deutschland finde man dieses in Städten und historischen Bauwerken. Durch die Reise habe Thomas Hamann "zahlreiche Erfahrungen auf kultureller und sozialer Ebene gemacht." Die Zeit in Australien habe den jungen Mann teilweise verändert. "Ich denke zum Beispiel vorurteilsfreier und versuche, freundlicher und offener zu sein, da ich diese freundliche und offene Art in Australien so oft kennen gelernt habe." Zurzeit genieße er "alles, was in Deutschland für mich nach einem Jahr wieder neu erscheint." Im Oktober beginnt er sein Studium in Bremen.

"Das Leben in Südamerika ist nicht so durchgeplant"

Für ein Auslandsjahr von September 2009 bis Juli 2010 ist Johannes Lenschow nach Venezuela gereist. Er lebte bei einer Gastfamilie in der Stadt San Cristobal. "Ich habe die Schule und manchmal auch die Uni besucht. In der Freizeit habe ich mich mit Freunden getroffen und ich bin ins Kino gegangen", erzählt der 18-Jährige. Zusammen mit einer Gruppe von 25 Austauschschülern aus der ganzen Welt unternahm der Boitiner etliche Reisen durch Venezuela. "Wir haben eine einmonatige Reise durch das Land unternommen. Ich habe die Anden, die Karibikküste, die Wüsten, die Savanne, den Dschungel und alle wichtigen Städte gesehen. Die Reisen waren alle sehr cool." Auch Tagesausflüge nach Kolumbien habe er unternommen. "Außerdem waren wir am höchsten Wasserfall der Welt namens "Salt ángel", was auf Deutsch Engelswasserfall bedeutet . Den haben wir mit einem Helikopter überflogen", erinnert sich Johannes Lenschow.

Sein bestes Erlebnis: "Ich denke, das war als wir einen Tag auf "Los Roques" waren. Das ist ein Insel-Archipel vor Caracas und dort gibt es einige der schönsten Strände der Welt", schwärmt der Gymnasiast.

Nach fast einem Jahr lernte der Schüler Spanisch, die Menschen und die Kultur viel besser kennen. "Die Südamerikaner sind sehr viel entspannter als die Deutschen und das Leben dort ist nicht so durchgeplant wie hier", erzählt der Schüler. Die Reise habe ihn weiter gebracht. "Ich bin auf jeden Fall anderen Menschen und Kulturen offener gegenüber geworden." Manchmal vermisse Johannes Lenschow Venezuela. "Fernweh habe ich generell ein wenig, ich liebe es zu reisen. Aber prinzipiell bin ich froh, wieder hier zu sein."

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erstellt am 17.Sep.2010 | 07:44 Uhr

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