Jung, pfiffig, kreativ und talentiert

Die Schulleiter Herta Richter und Veit Goralczyk-Pehl besiegelten jetzt auch vertraglich die Kooperation.
Die Schulleiter Herta Richter und Veit Goralczyk-Pehl besiegelten jetzt auch vertraglich die Kooperation.

Gottfried-Arnold-Gymnasium und Roland-Grundschule rücken nun auch offiziell ein Stück näher zusammen. Gemeinsam wollen die Bildungseinrichtungen begabte Schüler noch stärker als bisher fördern.

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10. Juli 2009, 08:26 Uhr

Perleberg | Jetzt ist auch zu Papier gebracht und besiegelt, was eigentlich in der Praxis schon recht gut läuft. Denn bei der Begabtenförderung insbesondere auf mathematischem Gebiet arbeiten das Gottfried-Arnold-Gymnasium und die Roland-Grundschule schon seit einigen Jahren zusammen. Schüler der oberen Klassen der Grundschule machen im Mathe-Klub von Gymnasiallehrerin Marie-Luise Sohns mit. Seit diesem Schuljahr sind auch schon Dritt- und Viertklässler hier mit von der Partie, bekommen am Ende des Schuljahres per Urkunde ihre erfolgreiche Teilnahme bescheinigt, berichtet Gymnasiumsleiter Veit Goralczyk-Pehl.

Doch nicht nur die kleinen Mathe-Asse machten bereits bei den Großen vom Gymnasium mit. Auch im Bereich von Kunst, betreut von Beate Groschinski, und Musik, geleitet von Ellen Götte, sind an die zehn Grundschüler ständig zu Gast bei den angehenden Abiturienten.

All das wurde nun auch vertraglich in Form gebracht, nicht zuletzt mit dem Ziel, im Miteinander noch einen Zahn zuzulegen. "Ich könnte mir gemeinsames Experimentieren vorstellen", so Herta Richter, Rektorin der Rolandschule. "Durchaus in kleinen Gruppen machbar", entgegnet Goralczyk-Pehl. Denn durch die Unterstützung des Schulamtes hat das Gymnasium Stunden im Rahmen der Begabtenförderung zur Verfügung.

Im Miteinander sehen beide Schulleiter ein ganz wichtiges Potenzial. Die Kleinen lernen von und mit den Großen, erfahren, wie es am Gymnasium zugeht, was gefordert wird. "Bei den stagnierenden Schülerzahlen ist es wichtig, den Übergang zur 7. Klasse für die Schüler so günstig wie möglich zu gestalten und den Eltern zu zeigen, dass wir Interesse haben am Bildungsverlauf ihrer Kinder", betont Veit Goralczyk-Pehl.

Im Rahmen der verlässlichen Halbtagsschule, für die sich die Rolandschule bewirbt, sei die enge Kooperation ein wichtiger Part im Freizeitbereich, fügt Herta Richter an.

Auf etlichen Ebenen arbeite man bereits zusammen. Die Grundschüler wirkten bei Musical inszenierungen des Gymnasiumschores mit, die Pennäler agieren als Kampfrichter beim Sportfest der Grundschule, sitzen mit in der Jury beim Rezitatorenwettbewerb oder lesen für die Kleinen. Auch beim Geschichtsprojekt "Stolpersteine" wurde zusammengearbeitet. Ein gleiches könnte sich Herta Richter hinsichtlich der Dokumentation zur Geschichte der Rolandschule vorstellen, die 2012 ihren 100. Geburtstag begeht. Eine Idee, die der Leiter des Gymnasium sogleich als machbar aufnahm.

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