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Lokales

20. November 2017 | 09:01 Uhr

Neustadt-Glewe : Jobcenter kommt vor die Haustür

vom

Seit August 2012 tourt das Ibu-Mobil des Projekts "Transit 50" durch Mecklenburg-Vorpommern. Die Idee des Transit-Projekts ist es, Menschen ohne Job über 50 Jahre wieder in eine Arbeit zu integrieren.

svz.de von
erstellt am 10.Apr.2013 | 09:40 Uhr

Seit August 2012 tourt das Ibu-Mobil des Projekts "Transit 50" durch Mecklenburg-Vorpommern. Jetzt zog Geschäftsführer Christian Rosenkranz vom Institut für Berufsbildung und Umschulung (Ibu) Neustadt-Glewe vor dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) eine erste Bilanz. "Wir erreichen derzeit mit dem Fahrzeug 136 Menschen im ganzen Land, mit denen wir in Kontakt stehen", sagt Rosenkranz im SVZ-Gespräch.

Die Idee des Transit-Projekts ist es, Menschen ohne Job über 50 Jahre wieder in eine Arbeit zu integrieren. Doch viele arbeitslose Frauen und Männer leben in dünn besiedelten Gegenden, haben oft keine Möglichkeit, das nächste Jobcenter zu erreichen. Grund ist meist die ungenügende Dichte im öffentlichen Personennahverkehr und fehlende Mobilität der Betroffenen. Und genau hier tritt das Ibu-Mobil in Aktion. "Wir fahren insgesamt 14 Standorte im Landkreis Ludwigslust-Parchim, an der Ostsee und in der Prignitz an", erklärt Christian Rosenkranz. "Alle 14 Tage steht das Mobil am gleichen Ort." Ibu-Arbeitsvermittler Frank Prochnau erläutert, wie die Arbeit im Mobil funktioniert: "Die Teilnehmer bekommen rechtzeitig eine Einladung, wissen dann, wann wir vor Ort sind. Im Fahrzeug werden sie jeweils von Mitarbeitern der örtlichen Jobcenter beraten. Eine Beratung im Fahrzeug dauert etwa 30 Minuten. Unser Infomobil hat Internetzugang und Drucker an Bord."

Doch nicht nur Frauen und Männer, die Arbeit suchen, kommen zum Ibu-Mobil. Christian Rosenkranz: "Unser Fahrzeug fällt natürlich auf, wenn es an markanten Plätzen in den jeweiligen Gemeinden steht. Und so kommen dann auch Firmenchefs zu uns, die sich über unsere Arbeit informieren. So erfahren wir auf dem kurzen Dienstweg, wo es möglicherweise freie Arbeitsplätze gibt."

Nach acht Monaten ist die Arbeit mit dem Ibu-Mobil jetzt aus der Experimentierphase heraus. Die Arbeitsvermittler hoffen, dass sie von den gegenwärtig 136 Menschen, die auf diese Weise betreut werden, 56 vermitteln können. Das ist ein rechnerischer Wert aus den allgemeinen Erfahrungen der Jobcenter. Die Jobcenter sind auch die unmittelbaren Auftraggeber für die Ibu-Arbeitsvermittler. Das Geld stellt das Bundesministerium für Arbeit und Soziales bereit.

"Der Bericht über unsere Erfahrungen wurde positiv aufgenommen", sagt Christian Rosenkranz. Es gibt auch bei anderen Jobcentern in der Bundesrepublik großes Interesse und Anfragen, ob man unsere Arbeit mit dem Ibu-Mobil kopieren könne."

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