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Lokales

22. September 2017 | 11:42 Uhr

Jobangst auf der Deponie

vom

svz.de von
erstellt am 22.Jun.2010 | 07:32 Uhr

Grevesmühlen | Die Krise auf der Abfalldeponie Ihlenberg spitzt sich zu: Nach dem Personalabbau in den vergangenen Monaten droht nun vielen der mehr als 100 Beschäftigten der Ihlenberger Abfallgesellschaft (IAG) ab August Kurzarbeit. Entsprechende Verhandlungen liefen derzeit mit dem betriebsrat, teilte das Unternehmen mit. Zudem würden die Verträge für zehn über 60jährige Mitarbeiter ab September nicht mehr verlängert. In der Deponietochter Raba arbeiten die Mitarbeiter schon seit Monaten kurz.

Europas größte Sondermülldeponie reagiert damit nach Jahren des wirtschaftlichen Erfolgs mit Millionengewinnen auf drastische Einbrüche im Müllgeschäft infolge der Wirtschaftskrise. "Wir passen damit unsere Mitarbeiterzahl dem Arbeitsaufkommen und der Arbeitsmenge an", sagte Geschäftsführer Heiko Naeve. Weitere Entlassungen schloss er aber vorerst aus.

Im Vergleich zum ersten Quartal 2009 war zu Jahresbeginn 2010 der Umsatz um 60 Prozent eingebrochen. Dadurch haben sich in dem Entsorgungsbetrieb allein in den ersten drei Monaten 1,9 Millionen Euro Verluste angesammelt. Naeve hatte daraufhin Umstrukturierungen und Personalanpassungen angekündigt. Allerdings: Nach den fetten Abfalljahren mit Gewinnen von rund vier Millionen Euro im Quartal verfügt die Gesellschaft über satte Finanzreserven. Allein 150 Millionen Euro Überschuss hatte die Deponie über das Land anlegen lassen, weitere 100 Millionen Euro verwaltet sie selbst.

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