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"Job to Job" - Agentur für Arbeit will Arbeitslosigkeit ersparen : Job verloren: rechtzeitig reagieren

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Für die Agentur für Arbeit ist es entscheidend, dass sich Arbeitnehmer möglichst melden, bevor sie arbeitslos werden. Dann besteht eine gute Chance, schnell eine passende Arbeit zu finden.

svz.de von
erstellt am 27.Apr.2011 | 08:29 Uhr

Güstrow | Für Arbeitgeber ist es oftmals wichtig schnell begabte und passende Mitarbeiter zu finden. Für Mitarbeiter der Agentur für Arbeit ist es entscheidend, dass sich Arbeitnehmer schnell bei ihnen melden, möglichst bevor sie arbeitslos werden. Dann besteht eine gute Chance, schnell eine passende Arbeit zu finden. Ein aktuelles Beispiel liefert Claudia Gutz. Die 32-Jährige arbeitet dank der Unterstützung der Agentur für Arbeit seit einigen Tagen bei den Güstrower Stadtwerken im Bereich Vertrieb, Handel, Marketing ohne zwischenzeitlich arbeitslos gewesen zu sein.

In Güstrow geboren, ging Claudia Gutz nach ihrem Abitur zur Ausbildung nach Lübeck, arbeitete danach als Groß- und Einzelhandelskauffrau und absolvierte ein Abendstudium zur Industriefachwirtin. "Dann hat es mich aber wieder nach Mecklenburg gezogen", erzählt sie. Als Niederlassungsleiterin bei einem Personaldienstleister war sie in Rostock tätig, Als diese Firma Insolvenz anmeldete, wusste die 32-Jährige, sie musste etwas tun, um ihre Zukunft zu sichern. "Ich meldete mich Anfang des Jahres bei Detlef Krause in der Güstrower Arge", erzählt Claudia Gutz. Mit ihm hatte sie bisher dienstlich für das Unternehmen zu tun, nun nahm sie seine Hilfe selbst in Anspruch.

Genau so soll es funktionieren, erklärt Christoph Möller, Leiter der Arbeitsagentur Rostock. "Frau Gutz hat sich frühzeitig gekümmert. Spezialisierte Vermittler stehen zur Verfügung, um dann einen passenden Job zu finden", sagt er. Ein Programm hierfür heißt "Job to Job". Die Vorteile liegen klar auf der Hand. Ohne eine Zeit der Arbeitslosigkeit entsteht keine Lücke im Lebenslauf und berufliche Fähigkeiten werden nicht auf Eis gelegt. "500-mal waren wir in diesem Jahr bereits im gesamten Gebiet der Rostocker Arbeitsagentur erfolgreich", berichtet Christoph Möller. Tatsache sei eben auch: Je länger jemand keiner Tätigkeit nachgeht, umso schwieriger wird es, denjenigen wieder zu vermitteln.

Der Arbeitsagentur-Chef appelliert aber auch an die Arbeitgeber. "Wenn eine Firma weiß, dass sie sich verkleinern muss, sollte sie die Mitarbeiter motivieren, frühzeitig zu uns zu kommen und den Arbeitnehmern Zeit für Termine bei uns einräumen", so Christoph Möller.

Für Edgar Föniger, Geschäftsführer der Stadtwerke Güstrow, ist die gute Zusammenarbeit mit der Arbeitsagentur entscheidend. "Direkte Kontakte sind wichtig, damit wir genau den passenden Mitarbeiter oder die Mitarbeiterin für unser Profil finden", stellt er fest. So war es für ihn kein Problem, dass Claudia Gutz junge Mutter ist. Entscheidend sei für ihn Flexibilität und offensives Denken. Das habe Claudia Gutz schon bewiesen.

Als gebürtige Güstrowerin ist Claudia Gutz glücklich, wieder in der Barlachstadt arbeiten zu können. "Ich hatte damals gesagt, ich komme nicht zurück", erzählt sie. Sie habe keine Perspektive sehen können. Doch diese Arbeit war ein Reiz. Noch lebt Claudia Gutz in Rostock, doch nach der Probezeit erwägt sie einen Umzug in die Barlachstadt.

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