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Jo Stock strebt nach der 1. Bundesliga und Hollywood

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erstellt am 09.Sep.2010 | 10:06 Uhr

Rostock | Am 7. Spieltag der 3. Fußball-Liga verschlägt es den FC Hansa morgen in die Filmstadt Babelsberg. Ab 14 Uhr (live im RBB) sind die Ostseestädter beim dortigen SV 03 im Karl-Liebknecht-Stadion gefordert.

Für einen Rostocker ist das Duell mit dem Neuling in zweierlei Hinsicht etwas Besonderes. Torwarttrainer Jo Stock stand in gleicher Funktion in der Saison 2004/05 bei den Gastgebern unter Vertrag und hatte in seinem Nebenjob als Schauspieler schon öfters in Babelsberg zu tun. Er spielte unter anderem einen Sexshop-Verkäufer im "Marienhof" (ARD) und einen Zeitungsbesitzer in "Gute Zeiten, schlechte Zeiten" (RTL). "Ich habe immer noch einen guten Kontakt nach Babelsberg. Es sind die Spiele, auf die ich mich am meisten freue und die ich definitiv gewinnen will", so der 46-Jährige. Dies habe er auch Keeper Jörg Hahnel so gesagt.

Und er erzählt eine Geschichte aus seiner Zeit in Magdeburg: "Weil ich aus der Gegend stamme, waren mir die Spiele gegen Düsseldorf und Wuppertal damals sehr wichtig. Und letztlich haben wir alle vier gewonnen."

Seit der Jugend verfolgte er schon den Berufswunsch Torwarttrainer. "Mitte der 70-er Jahre fasste ich den Entschluss. Als A-Jugendlicher habe ich in Langenfeld (in der Nähe von Düsseldorf - d. Red.) schon C-Jugendliche betreut. Leider gab es zu dieser Zeit im Männerbereich noch nicht diesen Bedarf wie heute, und so habe ich die künstlerische Schiene eingeschlagen", verrät Stock, der im Film "Das Wunder von Bern" von Sönke Wortmann den deutschen Nationalkeeper Toni Turek spielte.

Bei diesem Engagement "drehte sich letztlich wieder die Kiste", wie der 1,85-Meter-Mann berichtet. In der "WM-Elf" waren fünf Schauspieler und der Rest Fußballer aus der 2. und 3. Liga. Im Verlauf der Dreharbeiten freundete er sich mit Christian Broos an, der Co-Trainer beim Wuppertaler SV war. "Da kam mir die Idee, neben dem Schauspiel auch als Torwarttrainer zu arbeiten. Ich stellte mir einen Fünf-Jahres-Plan auf, in dem ich alle Ausbildungen durchlaufen und es bis in die 3. Liga schaffen wollte. Das hat jetzt mit Hansa geklappt", so Jo Stock.

In Rostock fühlt er sich sehr wohl, hat seitdem auch keinen Schauspiel-Job mehr angenommen: "Ich wollte mich auf meine Arbeit hier konzentrieren und versuchen, meine Philosophie einzubringen. Ich habe aber auch nicht extra nach einem Angebot gesucht."

Rostocks Keeper profitieren von beiden Standbeinen. "Wenn man seine Aussagen mit körperlichen Gesten bekräftigt, erzielt man eine deutlich größere Wirkung. Es geht darum, aggressiv seine eigenen Ziele zu verfolgen", so Stock, der nach dem Maximum strebt - im Fußball die 1. Bundesliga und in der Schauspielerei natürlich Hollywood.

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