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Jetzt wird auch beim Geschäft mit der Notdurft gespart

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svz.de von
erstellt am 19.Sep.2010 | 05:50 Uhr

Bützow | Bützow muss sparen. Dabei macht sie jetzt auch vor den ganz menschlichen Bedürfnissen nicht halt. Zum Ende Oktober hat die Stadt ihren Betreibervertrag mit der Deutschen Bahn AG über die Toilette am Bahnhof gekündigt. Das Staatsunternehmen sucht jetzt einen neuen Partner.

Für viel Aufsehen sorgte vor einem Jahrzehnt der Bau der hochmodernen öffentlichen Toilette auf dem Bützower Bahnhof. Das tat auch Not, denn mit der Schließung der Gaststätte im Bahnhofsgebäude gab es keine öffentlichen Toiletten mehr. Die Stadt kümmert sich seit zehn Jahren um die Unterhaltung des WC. Jedes Jahr sind das 10 000 Euro, die Bützow für Energie, Wasser und Reinigung aufbringen muss. Angesichts der angespannten Haushaltslage hat die Stadt jetzt den Vertrag gekündigt.

"Die Bahn bedauert die Kündigung der städtischen Betreiberschaft", sagt Bahnsprecher Burkhard Ahlert. Schließlich profitiere von einer solchen öffentlichen Einrichtung auch das "nähre Bahnhofsumfeld". Denn WC-Anlagen an Bahnhöfen "stehen einer breiten Nutzerschaft wie Stadtbesuchern, Nahverkehrskunden etc. zur Verfügung", argumentiert der Bahnsprecher. Nun suche die Bahn einen neuen "Partner für den Weiterbetrieb" und ein "partnerschaftliches Konzept".

Noch öffnen sich die Türen zur öffentlichen Toilette am Bützower Bahnhof. Ob das auch nach dem 31. Oktober so sein wird? In der benachbarten Kreisstadt Güstrow ist die moderne Toilettenanlage bereits seit Monaten geschlossen. Auch dort hatte die Stadt aus Geldmangel den Vertrag mit der Bahn gekündigt. Güstrow hat noch in der Empfangshalle des Bahnhofes öffentliche Toiletten. Doch die sind nur zu den Öffnungszeiten zugänglich. Eine solche Alternative fehlt in Bützow ganz.

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