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Auch in Hohen Wieschendorf geht die Erdbeerzeit zu Ende : Jetzt muss nur noch Florin vom Feld

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Noch ein paar Erdbeeren dazu, dann ist auch dieses Körbchen wieder voll. Drei Körbe passen in eine Kiste, drei Kisten in einen Pflückwagen. Rund 60 dieser Wagen werden derzeit über das riesige Feld geschoben.

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erstellt am 29.Jul.2011 | 12:06 Uhr

Hohen Wieschendorf | Honoeye, diese dunkelroten und großen Erdbeeren sind längst gepflückt. Sonata, diese saftigen und süßen Früchte, sind fast ebenso abgeerntet wie die Sorte Malwina. Zum Abschluss der diesjährigen Erdbeerernte wird auf den Feldern des Erdbeerhofs Glantz nun noch die Sorte Florin gepflückt.

Noch ein paar Erdbeeren dazu, dann ist auch dieses Körbchen wieder voll. Drei Körbe passen in eine Kiste, drei Kisten in einen Pflückwagen. Rund 60 dieser Pflückwagen werden derzeit über das riesige Feld in Hohen Wieschendorf geschoben, denn so viele Erntehelfer sind jetzt noch für den Erdbeerhof Glantz im Einsatz. "Im Juni, in der Hochzeit, da waren es 480", sagt Jan van Leeuwen. Van Leeuwen ist Betriebsleiter des Erdbeerhofs, der mit seinen 130 Hektar zum größten Erdbeeranbauer in Nordwestmecklenburg und zu einem der größten Betriebe dieser Art bundesweit zählt.

Ernte über Durchschnitt - so bewertet der 46-Jährige die Ausbeute in diesem Jahr. "Pro Hektar sind es zwischen 15 bis 26 Tonnen", sagt der Niederländer. Es habe schon wesentlich bessere, aber auch schlechtere Jahre gegeben. "Im vergangenen Jahr waren die Preise und die Erträge schlecht", erinnert sich der Betriebsleiter, spricht von zwölf Tonnen pro Hektar und ungünstigen Witterungsverhältnissen. In diesem Jahr, so van Leeuwen, habe man davon profitieren können, dass aus der 50 bis 60 Hektar großen, neu gepflanzten Fläche schon Erdbeeren geerntet werden konnten. Eigentlich seien diese Felder erst im kommenden Jahr reif für die Ernte.

Viele der Erdbeeren werden in Hamburg verkauft

Es ist kurz vor 10 Uhr. Die Erntehelfer schieben für diesen Tag die letzten Pflückwagen zu zwei Hängern, die am Feldrand stehen. Die überwiegend jungen Frauen und Männer, die allesamt aus Polen für diesen Job nach Nordwestmecklenburg gekommen sind, stellen ihre Erdbeerkisten auf eine Waage. Der Inhalt einer Kiste muss drei Kilo wiegen, bevor er auf der Ladefläche gehoben wird. Viele der Früchte gehen direkt nach Hamburg. Dort betreibt Glantz 160 Verkaufsstände, von denen zum Ende der Saison hin noch 30 geöffnet haben. "Wir sind Direktvermarkter", sagt Jan van Leeuwen. Vom Pflanzen, über die Ernte bis hin zum Verkauf - alles sei in einer Hand. Überschüsse gehen an den Großhändler, die Ware in Richtung Süddeutschland.

Feierabend. Die Schicht der Pflücker ist vorbei. Um 6 Uhr in der Frühe ging es für sie aus den Unterkünften in und um Hohen Wieschendorf herum in die Erdbeeren. Jetzt packen sie ihre Sachen auf ihre Fahrräder, die ihnen der Betrieb zur Verfügung gestellt hat.

Doch mit dem Ernten ist es jezt bei der Firma Glantz immer noch nicht ganz vorbei. Auf einer Fläche von drei Hektar sind Himbeeren gewachsen. Die Sorte heißt Polka, und die muss auch noch vom Feld.

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