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Lokales

17. November 2017 | 22:20 Uhr

Jetzt droht Hansa ein Geisterspiel

vom

svz.de von
erstellt am 24.Okt.2010 | 04:51 Uhr

Dresden | Das siebte Auswärtsspiel, und zum sechsten Mal rauchte es im Block des FC Hansa: Die Zwischenfälle beim 2:2 in Dresden werden den Rostocker Fußball-Drittligisten erneut eine Menge Geld kosten und ihm jetzt wohlmöglich ein Geisterspiel bescheren. Vor allem die "Qualität" der Randale im Rudolf-Harbig-Stadion war erschreckend. Vor dem Anpfiff schossen einige Idioten Raketen aufs Feld, trafen dabei fast die Schiedsrichter und zündeten Pyrotechnik im Block. "Das ist ganz schlimm, wenn Kinder auf dem Sportplatz stehen, dort als Einlauf-Kids mit rausgehen, und dann fliegen ihnen Raketen um die Ohren. Das ist eine desaströse Situation, die man absolut nicht tolerieren kann", sagte Hansa-Trainer Peter Vollmann.

Nach dem Führungstreffer zündeten die Chaoten erneut bengalisches Feuer und eine Rakete. Später detonierte ein Böller (62). Auch nach dem 2:2 waren Pyro zu sehen und Böller zu hören. Im Heimblock wurde zwei Bengalos gezündet (64., 66.).

Dabei war die Führung des FCH vor dem Ost-Duell in intensiven Gesprächen mit der Fanszene. Mit Bernd Hofmann und Sigrid Keler fuhren sogar zwei Vorstandsmitglieder im Sonderzug mit. "Präventiv kann man eigentlich nicht mehr machen, sich als Vereinsführung nichts vorwerfen. Leider werden wir trotzdem mit den Konsequenzen leben müssen", so Vorstandschef Hofmann.

Die Folgen könnten dramatisch sein. Gerade erst drohte der DFB den Ostseestädtern wegen Vorfällen bei vorangegangenen Partien mit Teilausschluss der Öffentlichkeit bei Heimbegegnungen sowie einem Geisterspiel und verhängte 10 000 Euro Geldstrafe. Auch Hauptsponsor Veolia wird sich die Auswüchse nicht bieten lassen und abermals seine Leistungen kürzen. "Am Montag werden wir uns hinsetzen und über entsprechende Maßnahmen reden. Wir werden auch mit dem DFB sprechen, uns zusammensetzen und gemeinsame Lösungsansätze finden. Zudem unterbreiten wir dem DFB auch Vorschläge, wie die Strafe aussehen könnte. Da wollen wir einen Akzent setzen", so Hofmann. Dabei denkt er an einen personalisierten Verkauf von Auswärtskarten bis hin zu einem Komplettverzicht. Bisher passieren die Randale nur in fremden Stadien...

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