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Lokales

13. Dezember 2017 | 08:25 Uhr

Jetzt darf ganz legal gesprayt werden

vom

svz.de von
erstellt am 01.Aug.2010 | 05:04 Uhr

Schwerin | Die Landeshauptstadt Schwerin stellt jungen Künstlern aus der Graffitiszene seit gestern legale Graffiti-Flächen zur Verfügung, um das Sprayen künstlerischer Werke auf freigegebenen Flächen zu ermöglichen. Es handelt sich dabei um Fassaden zweier Sporthallen in Lankow und im Mueßer Holz sowie um Teile einer Lärmschutzwand in Krebsförden. Über die genaue Lage können sich Jugendliche ab sofort unter www.legalegraffiti.schwerin.de informieren. Die legalen Flächen sind mit Nutzungsbedingungen verbunden.

"Mit der Bereitstellung von legalen Flächen gehen wir ganz bewusst einen Schritt auf die Sprayer-Szene zu. Wir geben künstlerisch ambitionierten Jugendlichen die Chance, sich mit ihren Werken im öffentlichen Raum zu präsentieren, ohne dass sie sich dabei strafbar machen", sagt die Vorsitzende des kommunalen Präventionsrates, Oberbürgermeisterin Angelika Gramkow. Außerdem will die Stadt mit der Freigabe legaler Flächen den Anreiz für flüchtig auf Gebäude- und Lärmschutzwände geschmierte "Tags" (Signaturkürzel) verringern.

"Wir würden uns freuen, wenn auf den legalen Flächen farbenfrohe Kunstwerke entstehen, die das Lebensgefühl junger Menschen in Schwerin zum Ausdruck bringen", so Gramkow. Die legalen Flächen sind Teil einer vom Landesrat für Kriminalitätsvorbeugung geförderten Kampagne, mit der die Landeshauptstadt und der Stadtjugendring die Zahl illegaler Schmierereien in Schwerin deutlich verringern wollen. Die zuständigen Ortsbeiräte, Gebäudenutzer bzw. Eigentümer sind über das Vorhaben informiert worden. Betreut werden sollen die Flächen durch die jeweiligen Trägerverbünde für Kinder- und Jugendarbeit.

Die Freigabe der Fassade der Sporthalle Ratzeburger Straße zur Straße und zur Skaterbahn hin soll am 7. August anlässlich des Skater-Contests erfolgen. Etwa 200 Jugendliche werden erwartet. Betreut wird die Fläche durch den Trägerverbund WeLAN. An der Sporthalle Ziolkowskistraße soll die straßenseitige Längs- und Giebelfassade - ohne den Eingangsbereich - freigegeben werden. Betreut wird die Fläche durch den Trägerverbund 3 der Kinder- und Jugendarbeit. An der Lärmschutzwand in Krebsförden sollen die beiden Abschnitte links von der Einfahrt zur neuen Wohnbebauung Krebsförden und die südliche, straßenabgewandte Fläche Richtung Wohnbebauung Krebsförden-Dorf freigegeben werden. Betreut wird auch die Fläche durch den Trägerverbund 3 der Kinder- und Jugendarbeit.

Nach einem Jahr sollen die Erfahrungen ausgewertet werden, um dann eventuell zusätzliche Flächen insbesondere auch in der Innenstadt zur Verfügung zu stellen, so Gramkow.

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