zur Navigation springen
Lokales

11. Dezember 2017 | 22:10 Uhr

Jazz vom Feinsten auf dem Schulhof

vom

svz.de von
erstellt am 05.Jun.2011 | 08:30 Uhr

Wittenberge | Klein aber fein, so könnte man die 17. Auflage des elbestädtischen Dixielandfestes auf einen kurzen Nenner bringen. Für einen Abend herrschte Partystimmung auf dem Schulhof des Marie-Curie-Gymnasiums. "Unser Dixielandfest ist längst kein Insidertipp mehr", freut sich Jo Böse, Leiter des Kultur- und Festspielhauses. Gemeinsam mit dem Förderverein des Kulturhauses sowie dem Kulturbund hatte er wieder eingeladen. Unterstützung dabei gab es von vielen Sponsoren, "ohne die so ein hochkarätiges musikalisches Highlight nicht möglich wäre", betont Böse.

Es sei zwar keine Musik der Masse, sondern eine für echte Liebhaber, doch so um die 300 Jazz-Freunde aus nah und fern lauschten in sonniger Abendstimmung dem Rhythmus von Swing, Bebop und den anderen Formen des Jazz. "Schätzungsweise 40 Prozent unserer Besucher sind inzwischen Auswärtige, kommen aus Berlin, Hamburg, dem Mecklenburgischen, der Altmark und Lüneburg", listet Böse auf. Und auch viele Bands fragen nach, ob sie zum Wittenberger Dixielandfest spielen können. So auch der International-Allstar-Trompeter Pit Müller mit seiner Band "Hot Stuff" aus München. "Endlich hat es nun geklappt, passte der Termin", freut sich der Veranstalter.

Pit Müller, der in Jazzkreisen als Geheimtipp für Virtuosität, Geschmack und Vielseitigkeit gilt, hat mit seiner Band "Hot Stuff" renommierte und international erfahrene Musiker um sich geschart, die mitreißenden und beschwingten Modern-Dixie kreieren. Er selbst war lange Zeit Mitglied der bekannten Münchner Allotria Jazzband und bereiste in Sachen Jazz nicht nur Europa, sondern auch die USA und Kanada.

Die Königin des Jazz - Tina Tandler - heizte sodann dem Publikum mit ihrer Blue Band ein. Dabei erklangen kräftige Themen, leichtfüßige Rhythmen aber auch verträumte Balladen. Von ihrem ehrgeizigen Vater zum Akkordeonspielen angehalten, griff Tandler eines Tages aus "Protest" zum Saxophon, seitdem gibt es für sie nichts Schöneres als spielen, spielen, spielen.

Es war ein Abend ganz nach dem Geschmack der Generation, die die großen Jazzlegenden noch erlebten. Und etliche haben auch in Wittenberge gespielt. "Vielleicht werden wir zum 20. Fest die besten aus den Jahren noch einmal einladen. Allerdings sind viele auch schon in die Jahre gekommen, haben sich von der Bühne zurück gezogen", wagt Jo Böse schon einen Blick voraus.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen