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Lokales

19. September 2017 | 21:01 Uhr

"Ironman ist Schach"

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erstellt am 07.Okt.2010 | 08:48 Uhr

Rostock | Andreas Raelert startet morgen zum zweiten Mal beim legendären Ironman auf Hawaii. Der Triathlet vom TC FIKO möchte wie im Vorjahr, als er Dritter wurde, wieder aufs Podest.

Für Andreas Raelert ist der berühmteste Triathlon der Welt so etwas wie das Spiel der Strategen mit König, Dame, Turm und Bauer. "Ironman ist Schach", sagt der Europameister vor dem Ironman auf Hawaii. Der 34-Jährige geht mit dem Erfolgserlebnis einer gelungenen Generalprobe - des Sieges im Juli in Frankfurt/Main -, aber auch mit der vermeintlichen Favoritenbürde, resultierend aus seinem dritten Rang vom Vorjahr, ins Rennen.

Raelert möchte gar zu gern wieder aufs Podium, wenn möglich natürlich auf die oberste Stufe. Wie er das anstellen will, verrät er nicht, nur: "Die Entscheidung fällt zu 80 Prozent im Kopf.

Darauf bin ich vorbereitet." Und der zweimalige Olympia-Teilnehmer weiß: "Der Abstand nach dem Radfahren darf nicht zu groß sein."

Bruder Michael wird da deutlicher. "Andreas kann eigentlich alles, um der Konkurrenz einen Schock zu versetzen. Er muss in gewissem Maße Risiken eingehen. Die müssen aber wohldurchdacht sein", sagt er. Das Rennen werde auf den letzten 14 Kilometern entschieden. "Nach der Wende am Energy Lab kannst du auf dem Weg nach Kailua-Kona der entgegenkommenden Konkurrenz ins Auge sehen und einfach ablesen, wer noch gefährlich werden könnte."

Andreas Raelert bereitete sich zuletzt in einem mehrwöchigen Camp in Clermont/Kalifornien mit Bruder Michael und seinem neuseeländischen Freund Kris Gemmell auf die Weltmeisterschaft vor. Der 1,84 Meter große, gertenschlanke Rostocker weiß, wie schwer das Unterfangen Medaillenplatz wird. "Da sind noch zwei Händevoll andere, die die insgesamt 226 Kilometer für sich entscheiden können. Ein optimaler Tag ist wiederum gefragt."

Neben Titelverteidiger Craig Alexander (Australien) und Chris Lieto (USA) kann ihm auch der Spanier Eneko Llanos gefährlich werden. Ganz zu schweigen von der Konkurrenz aus dem eigenen Land mit Timo Bracht (Ebersbach), dem Mannheimer Normann Stadler (Sieger 2004 und 2006) sowie Faris Al-Sultan (München/Gewinner 2005).

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