zur Navigation springen
Lokales

19. November 2017 | 11:49 Uhr

Investoren finden erschlossene Flächen

vom

svz.de von
erstellt am 13.Nov.2013 | 10:17 Uhr

Der Prognost-Studie mit ihrer düsteren Zukunftsprognose für den Kreis Prignitz zum Trotz (wir berichteten) übergab die Gemeinde Karstädt gestern die Erweiterung ihres Gewerbegebietes. 4,3 Hektar sind erschlossen, können Investoren sofort mit dem Bauen beginnen. "Insgesamt haben wir eine Fläche von 20 Hektar für Gewerbeansiedlungen reserviert, den Flächennutzungsplan geändert", sagte Bürgermeister Udo Staeck.

Dass dies keine Brach flächen bleiben werden, steht für ihn außer Frage. "Erste Gespräche mit Interessenten hat es bereits gegeben, aber unterzeichnet ist noch nichts", sagte er. Die Lage des Gebietes bewertet Staeck als hoch attraktiv: Auf der einen Seite die B 5, auf der anderen Seite wird die A 14 gebaut mit einer eigenen Auffahrt für die Gemeinde Karstädt.

Kostenpunkt für die Erschließung: eine Million Euro. Davon musste die Gemeinde 300 000 Euro selbst tragen. Nicht wenig, aber die Förderung sei deutlich attraktiver, als sie künftig sein werde, so Staeck. Daher habe man sich entschlossen, die Maßnahme jetzt umzusetzen. Das sahen die Mitgliedskommunen im Wachstumskern Wittenberge und Perleberg genauso, erklärten das Vorhaben zum Schlüsselprojekt.

Das alte Gewerbegebiet in Postlin hat eine Größe von 14,4 Hektar. Eine zusammenhängende Fläche von 1,1 Hektar ist noch nicht vergeben. "Wir hatten einen Investor, aber der ist wieder abgesprungen", so Staeck. Grund waren Probleme mit dem Leitungsnetz des Stromversorgers Wemag. Die Firma wollte durch Sonnenenergie gewonnen Strom einspeisen, aber das sei auf Grund der hohen Netzauslastung nicht möglich gewesen. "Das hat uns geärgert", sagte Staeck.

Jüngste Ansiedlung in dem Gebiet war die Convecs GmbH. Sie bezog im Frühjahr offiziell ihre neue Produktionshalle. Etwa 100 bis 120 Fahrzeuge verlassen jährlich als Tanksattelanhänger das Werkgelände. Knapp sechs Monate später hat Convecs eine Erweiterung angekündigt. Im nächsten Jahr soll eine zweite Halle gebaut werden.

Die Entwicklung im alten Gewerbegebiet ist eng mit der Arbeit des Bürgermeisters Udo Staeck verbunden. Als er vor zehn Jahren das Amt antrat, lag die Auslastung bei 35 Prozent, jetzt beträgt sie 92 Prozent.

Staeck dankte gestern allen Beteiligten, dass die neue Fläche so zügig fertig wurde. Spatenstich war erst im Mai gewesen. Ein Verdienst daran trage auch Lothar Pawlowski. Der Geschäftsführer der Agrargenossenschaft Karstädt hatte einen Großteil der benötigten Flächen an die Gemeinde verkauft. "Das ist hier nun mal eine lukrative Verkehrslage, die Flächen sind begehrt", sagte Paw lows ki. Daher habe er das Projekt unterstützen wollen.

Die Wirtschaftsfördergesellschaft Prignitz hat die neuen Gewerbeflächen bereits in ihrer Vermarktung berücksichtigt, sie in Pros pekten mit aufgenommen und Gespräche mit Interessenten geführt, so Geschäftsführer Uwe Büttner.

Unter den Gästen war auch der neu gewählte CDU-Bundestagsabgeordnete Sebastian Steineke. Nach der Übergabe der Ortsumgehung Kuhbier war dies sein zweiter offizieller Termin in der Prignitz nach der Wahl im September. Grundsätzlich sei ihm die wirtschaftliche Entwicklung der Prignitz vertraut, wenn auch nicht in allen Details. "Karstädt, Perleberg, Pritzwalk hatte ich auch schon vor der Wahl besucht", sagte er.

Im nächsten Jahr wolle Sebastian Steineke Kontakt zu allen Bürgermeistern der Prignitz aufnehmen, wird in der Perleberger CDU-Geschäftsstelle ein Büro eröffnen. Er plädiert dafür, die Interessen der Landkreise Ostprignitz-Ruppin und Prignitz zu bündeln. "Wir müssen ohne Kreisgrenzen denken", sagte er.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen