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Konsequenzen gefordert : Innenstadt teures Pflaster für Raser

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Nachdem sich Gadebuscher über zu schnelle Autofahrer in einer verkehrsberuhigten Zone beschwerten, denken Mitglieder des Bauausschusses über Maßnahmen zur Temporeduzierung nach.

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erstellt am 17.Nov.2011 | 12:12 Uhr

Nachdem sich Gadebuscher über zu schnelle Autofahrer in einer verkehrsberuhigten Zone beschwerten, denken Mitglieder des Bauausschusses über Maßnahmen zur Temporeduzierung nach. Bürgermeister Ulrich Howest brachte dabei einen Starenkasten, also einen fest installierten Blitzer im Bereich der Lübschen Straße/Wollbrügger Straße ins Spiel. Stadt und Amt wollen nun Kontakt mit dem Landkreis Nordwestmecklenburg in dieser Angelegenheit aufnehmen. "Ein Starenkasten wäre ein Versuch wert", meint Howest.

Anwohner wie Manfred Thiessenhusen sind genervt von der Raserei und dem damit verbundenen Lärm. Er fordert endlichen Konsequenzen. "Nur Schilder hinzuhängen und nichts zu tun, kann nicht gut sein. Wir reden hier über Geschwindigkeiten von über 50 km/h. Wenn hier jemand mit 20 km/h lang fährt, dreht man sich schon verdutzt nach ihn um", verdeutlicht Thiessenhusen .

Eigentlich gilt Schrittgeschwindigkeit in dem verkehrsberuhigten Bereich. Doch daran scheint sich die Masse nicht zu halten. Das bestätigt auch Rommy Elßner vom Amt Gadebusch. "Manchmal denke ich, man muss eine Warnweste tragen, wenn man die Straßenseite wechselt..."

Von einem generellen Duchfahrtsverbot im Bereich Lübsche Straße/Wollbrügger Straße halten sowohl Bauausschussmitglieder als auch Gewerbetreibende nichts. "Wir leben von der Kundschaft, die mit dem Auto vorfährt. Wenn wir die Kunden bestrafen, die zu uns kommen, dann können wir gleich zumachen", warnt Unternehmer Uwe Borchert.

Dass gegen die Raserei etwas unternehmen werden muss, davon ist auch der Vorsitzende des Bauausschusses Rainer Baack überzeugt. "Es bringt nichts mehr, an die Vernunft der Autofahrer zu appellieren. Klar ist aber auch, dass ein generelles Durchfahrtsverbot nicht die Lösung sein kann", so Baack.

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