Innenstadt ist teuerstes Pflaster

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15. Dezember 2010, 09:20 Uhr

Rostock | Die Hansestadt punktet mit einer guten Wohnlage. Die müssen sich die Mieter allerdings etwas Kosten lassen. Gestern hat Ines Gründel, Leiterin des Rostocker Bauamtes, den 7. qualifizierten Mietspiegel für 2011 vorgestellt. "Im Großen und Ganzen verzeichnen wir einen stabilen Wohnungsmarkt", sagt sie. Trotzdem hat sich der Kaltmietpreis pro Quadratmeter im Gesamtdurchschnitt im Vergleich zu 2008 um sechs Cent erhöht. "Dieser liegt derzeit bei 5,37 Euro pro Quadratmeter", so Gründel.

Besonders in der Rostocker Innenstadt sind die Wohnungspreise um 50 Cent, teilweise um bis zu einem Euro gestiegen. Bei den Neubauten kostet der Quadratmeter im kommenden Jahr zwischen sechs und zehn Euro. Damit gehört das Viertel zu Rostocks teuerstem Pflaster. Das liege laut Bauamtsleiterin vor allem an der voranschreitenden Sanierung des Stadtbildes. Mit dem Karavelle-Quartier auf der Holzhalbinsel, den Neubauten auf dem Gelände der ehemaligen Neptun Werft und dem Güterbahnhof sowie der Erschließung des Petriviertels nimmt das Stadtzentrum an Attraktivität zu. "Deshalb haben wir dort fast keinen Leerstand", sagt Gründel. Die Nachfrage nach Mietwohnungen sei zu groß. "Aber in den nächsten zehn Jahren entstehen schätzungsweise 900 neue Wohnungen in Rostock", so die Bauamtsleiterin.

Auch Standorte mit einer guten Wohnlage verzeichnen einen leichten Mietpreisanstieg von 20 bis 50 Cent pro Quadratmeter und kosten somit zwischen fünf und sieben Euro. Sie zeichnen sich durch eine lockere Bauweise, ein gepflegtes Straßenbild, Autostellflächen und Freizeitmöglichkeiten aus. Dazu zählen unter anderem die Helsinkier Straße in Lütten Klein und der Bertha-von-Suttner-Ring in Toitenwinkel. Der Arbeitskreis Mietspiegel hat die Durchschnittswerte in Zusammenarbeit mit dem Mieterverein, dem Haus- und Grundeigentümer-Verein, der Wiro, dem Immobilienverband Deu tsch land Nord und den ansässigen Wohnungsgenossenschaften erstellt.

53 116 Daten hat der Arbeitskreis erfasst. Sie umfassen etwa die Hälfte der Wohnungen in Rostock. Insgesamt gibt es in der Hansestadt 104 665 Wohnungen mit einer durchschnittlichen Größe von 36,3 Quadratmetern sowie 12 143 Ein- und Mehrfamilienhäuser. Wird ein neuer Vertrag zwischen Mieter und Vermieter geschlossen, gilt der Spiegel als Orientierung, darf jedoch bis zu 20 Prozent überschritten werden.

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